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Lokales Leipziger Messe legt bei Umsatz zu – aber auch mehr Verlust
Leipzig Lokales Leipziger Messe legt bei Umsatz zu – aber auch mehr Verlust
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15:40 21.06.2019
Die Leipziger Messe und das Congress-Center CCL im Norden der Stadt. Quelle: Leipziger Messe/Grubitzsch
Leipzig

Die Leipziger Messe hat im vergangenen Jahr den Umsatz kräftig gesteigert: Mit 89,2 Millionen Euro lag er 2,4 Prozent höher als 2017. „Das war unserer zweitstärkster Umsatz aller Zeiten“, freute sich Messe-Geschäftsführer Markus Geisenberger. „Das ist ein fantastisches Ergebnis.“

Dabei sind die geraden Jahren wie 2018 für die Messe sonst eher schwache Jahre. Denn es fehlen die umsatzstarken Industriemessen wie Intec und Z, die nur alle zwei Jahre stattfinden. Geisenberger: „Umso mehr freut es uns, dass wir es geschafft haben.“ Der Umsatz habe sogar drei Prozent über dem eigenen Plan gelegen.

Allerdings stiegt mit dem Umsatz auch der Verlust: 7,9 Millionen Euro wurden für 2018 als Fehlbetrag ausgewiesen, 2017 waren es nur 7,7 Millionen gewesen. Das seien zum Teil aber nur Buchverluste, fügte der zweite Geschäftsführer, Martin Buhl-Wagner, hinzu.

Der Verlust, den die beiden Gesellschafter – der Freistaat und die Stadt Leipzig – am Ende jeweils zur Hälfte per Zuschuss ausgleichen mussten, sei sogar gesunken. „Das waren noch 4,89 Millionen Euro.“ In den Jahren zuvor seien es noch bis zu sieben Millionen Euro gewesen. Damit sei man auch unter die neuen Obergrenze geblieben, die die Gesellschafter für den Verlustausgleich eingezogen hatten: Ab 2018 hatten sie den Deckel von sieben auf fünf Millionen Euro gesenket. Oben drauf gab es aber noch zwei Millionen Euro für Investitionen – insgesamt also doch wieder fast sieben Millionen.

Das Umsatzplus gelange dabei sogar mit weniger Veranstaltungen: 263 waren es, elf weniger als 2017. Und auch die Besucherzahl ging um knapp 4000 zurück: von 1,239 auf 1,235 Millionen. Und nur noch zwei Drittel entfallen auf das eigentliche Kerngeschäft in Leipzig: Bei den Messen, Kongressen und Tagungen auf der Messe und im Congress-Center Leipziger wurden gut 848.444 Besucher gezählt, 17.313 weniger als ein Jahr zuvor. Die übrigen 386.454 entfielen auf Veranstaltungen, die die Leipziger Messe an anderen Orten im In- und Ausland durchführt. Das waren 13.110 mehr als ein Jahr zuvor.

In Leipzig selbst gab es 2018 insgesamt 198 Veranstaltungen, neun weniger als 2017. Außerhalb von Leipzig waren es 65, zwei weniger als 2017. Das Engagement außerhalb Leipzigs entwickle sich zu einem immer wichtigen Standbein für die Messe, sagte Geisenberger. „Das Auslandesgeschäft hat sich in den vergangene zehn Jahren verdoppelt. Das freut uns sehr.“

Das wachsende Auslandsgeschäft spiegelt sich auch in der Verteilung des Umsatzes wider: 10,9 Millionen Euro entfielen auf das Ausland, 1,1 Millionen mehr als im Vorjahr. Nur noch ein Drittel des Umsatzes macht die Leipziger Messe dagegen mit den klassischen Standmieten bei Messen und Kongressen in Leipzig: 30,9 Millionen Euro, 200 000 Euro mehr als 2017. Immer wichtiger wird dagegen das Geschäft mit dem Messebau,das die Leipzig längst weltweit anbieten: Hier stiegt der Umsatz um 2,6 Millionen auf 17,5 Millionen Euro.

Noch mehr Umsatz hatte die Messe allerdings 2016 gemacht. Da waren es sogar 97 Millionen Euro, acht Millionen mehr als nun. „Das war aber auch ein ganz besonders Jahr“, sagte Buhl-Wagner. Damals trieben die von der Messe mit organisierten Events zum Reformationsjahr den Umsatz in die Höhe, hinzu kamen die Einnahmen aus der damals neuen Kongreßhalle am Zoo. Und auch aus die Vermietung der Messehallen als Notunterkunft für Flüchtlinge spülte damals Geld in die Kasse.

Auch die Mitarbeiterzahl ging leicht nach oben: von 397 im Vorjahr auf 403.

Von Frank Johannsen

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