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Lokales Leipziger Narren bangen um Shows – neuer Manager soll helfen
Leipzig Lokales Leipziger Narren bangen um Shows – neuer Manager soll helfen
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16:01 02.10.2018
In Aktion: Der Grünauer Garnevals Glub. Quelle: PKK
Leipzig

Der Offene FreizeittreffVölkerfreundschaft“ im Leipziger Stadtteil Grünau bekommt bis zum Jahresende einen Veranstaltungsmanager. Die Stelle war bis zum 20. September ausgeschrieben. „Das Besetzungsverfahren wird im vierten Quartal abgeschlossen“, teilte die Stadt auf Anfrage mit. Um den Job wird seit mehreren Jahren gerungen. Er war seit gut drei Jahren vakant.

Unsicherheit bis in den September

Wie wichtig eine geordnete Koordination in dem im Volksmund nur „Völle“ genannten Haus ist, zeigt das Beispiel des „Grünauer Garnevals Glubs“ (GGG). Jedes Jahr bangen Präsidentin Verena Hesse und ihre närrischen Mitstreiter aufs Neue. „Wir wissen meist im September noch nicht, ob wir unsere fünf Karnevalsabende in der Saison anbieten können“, berichtet Hesse. Der Grund: Die Stadt hält den Club mit dem Abschluss von Mitverträgen für den Festsaal in der „Völle“ jedes Jahr hin. „Es ist zuvor zu klären, ob eine Veranstaltung terminlich und konzeptionell passt“, so die Stadt.

Tausende Narren sind am Sonntag zum traditionellen Rosensonntagsumzug durch Leipzig gezogen.

Dabei wäre Planungssicherheit für den GGG so wichtig. „Gleich nach Aschermittwoch beginnen unsere Tanzgruppen mit dem Training für das neue Programm“, so die Präsidentin. Prunkstück ist dabei die Funkengarde. Zwölf Mädels üben regelmäßig für die Auftritte und erarbeiten ihren Showauftritt. Ob sie am Ende tatsächlich auf der Bühne stehen werden, wissen die Tänzerinnen erst nach monatelangen Proben, wenn die Tinte unter den Verträgen mit der Stadt trocken ist.

Werben ums Stammpublikum

Sollten die Karnevalsabende in einem Jahr ausfallen, dann könnte es für den GGG insgesamt eng werden. „Wir finanzieren von den Einnahmen unsere Kostüme“, sagt Selina Kassoke von der Funkengarde. Und einmal weg vom Fenster, wäre es auch schwierig das Publikum zurückzugewinnen. „Wir haben viele ältere Gäste, die uns noch von früher kennen“, sagt die Präsidentin. Schon jetzt sei es schwierig, bei der Konkurrenz mit anderen Veranstaltungen das Stammpublikum zu halten oder gar neue Interessenten zu gewinnen. Ein Umzug in einen anderen Stadtteil ist für den Verein undenkbar. „Dort kennt uns niemand, außerdem sind die meisten Räume viel zu teuer“, erklärt die Vereinschefin.

Ein kompletter Ausfall der Karnevalsshows, so Hesse, wäre nur schwer zu verdauen. Rund 150 Besucher zählt der Verein pro Festabend. Die Tickets kosten 15 Euro. Ein Teil der Einnahmen geht allerdings für Miete und Security drauf. Zusätzliche Gewinne aus dem Verkauf von Speisen seien kaum zu erzielen, weil ein Caterer beauftragt werden müsse. In der „Völle“ steht lediglich eine Anrichteküche zur Verfügung. „Eine Modernisierung ist nicht geplant“, teilte die Stadt mit. Derzeit werde in dem in die Jahre gekommenen DDR-Bau in die Lüftungsanlage und die Außentüren investiert.

Zeit drängt für den GGG

In diesem Jahr hat es nun gerade mit den neuen Mietverträgen für den GGG geklappt. Vor zwei Wochen lagen die unterschriftsreifen Exemplare vor. Jetzt drängt die Zeit für den Verein wieder. „Wir müssen in die Werbung gehen und den Ticketverkauf ankurbeln“, sagt die Präsidentin.

Möglicherweise wird sich die Situation im kommenden Jahr entspannen. „Die Völkerfreundschaft soll zu einem kulturellen und sozialen Veranstaltungsort in Grünau weiterentwickelt werden“, heißt es aus dem Neuen Rathaus. Der neue Manager soll dafür ermitteln, welcher Bedarf im Plattenbaugebiet tatsächlich bestehe.

Von Matthias Roth

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