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Lokales Leipziger OBM-Wahl: AfD-Kandidat sieht „reale Chance“
Leipzig Lokales Leipziger OBM-Wahl: AfD-Kandidat sieht „reale Chance“
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14:53 12.01.2020
Christoph Neumannn (links) und Bundesparteichef Tino Chrupalla bei der Eröffnung des OBM-Wahlkampfes der Leipziger AfD. Quelle: André Kempner
Leipzig

Seine Plakate hängen am höchsten – und auch der Mann will hoch hinaus. Er will Oberbürgermeister von Leipzig werden. Christoph Neumann, der Kandidat der AfD für den Posten des Rathauschefs, sieht für sich „eine reale Chance. Wenn es mir gelingt, das Bürgertum und den Mittelstand unserer Stadt, die jüngeren wie die älteren Generationen auf meine Seite zu ziehen, löse ich Burkhard Jung ab“, sagt der 55-jährige Bundestagsabgeordnete über sein ehrgeiziges Ziel am 2. Februar beziehungsweise beim zweiten Wahlgang am 1. März. Am Freitagabend startete er seinen Wahlkampf – im Beisein von Tino Chrupalla, neben Jörg Meuthen Bundesvorsitzender der Partei.

„Uniformen im ÖPNV“

Drei Themen sind Neumann, dem gelernten Tischler, der später Offizier der Grenztruppen der DDR, dann Polizist beim gesamtdeutschen Bundesgrenzschutz war und sich heute als selbstständiger Unternehmer bezeichnet, besonders wichtig: die zügige Verbesserung der Sicherheitslage in der Messestadt, die zeitgemäße Erneuerung der Verkehrsinfrastruktur und die bewusste Stärkung des Mittelstandes. So fände es Neumann unter anderem gut, würden Uniformträger, die den ÖPNV nutzen, in Straßenbahn, Bus und S-Bahn grundsätzlich ihre Dienstkleidung tragen. „Das verleiht den Bürgern ein Gefühl von Sicherheit und schreckt potenzielle Täter ab“, sagt er.

„Entideologisierung“ bei Verkehrsplanung

Beim Thema Verkehrsplanung pocht der Lützschenaer auf „Entideologisierung“. Es könne nicht sein, dass Kraftfahrer kriminalisiert würden, nur weil sie Auto fahren (müssen). Alle Fortbewegungsmittel seien gleichrangig zu behandeln. Dass sich Straßenbahnen und Kfz in Leipzig vielerorts gegenseitig ausbremsten, sei nicht länger hinnehmbar. „Fließender Verkehr schadet der Umwelt deutlich weniger als feststeckender“, betont Neumann.

„Ende der Schikanen“

Schließlich der Mittelstand, die kleineren Betriebe, die Handwerkerschaft: Hier will der AfD-Kandidat den Schikanen an den Kragen. Stichwort Parkdesaster im Waldstraßenviertel: „So gehen die Menschen, die für dieses Land arbeiten, auf Dauer vor die Hunde“, findet Neumann.

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Von dom

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