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Leipziger Polizeichef reagiert auf offenen Brief zu Hubschrauber-Einsätzen

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08:57 25.08.2020
Immer wieder beschweren sich Leipziger über nächtliche Hubschrauber-Einsätze. (Symbolbild) Quelle: dpa
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Leipzig

Die Leipziger Polizei hat sich am Montagnachmittag zum offenen Brief der Linken-Politikerin Juliane Nagel geäußert. Ende Juli hatte sich Nagel, die den Stadtteil Connewitz sowohl im sächsischen Landtag und im Stadtrat vertritt, in einem offenen Brief über zu häufigen Einsatz von Hubschraubern beschwert.

In der Mitteilung der Leipziger Polizei zeigt sich Präsident Torsten Schultze offen für Kritik und bedankt sich für den offenen Brief, weil er für die Polizei eine wichtige Rückmeldung darstelle. Des Weiteren erläutert die Direktion in der öffentlichen Antwort die generellen Hintergründe von Hubschrauber-Einsätzen, die immer kritisch überprüft und nur eingesetzt würden, um Gefahren abzuwenden, „zumeist bei der Vermisstensuche, oder zur Strafverfolgung“. Polizeipräsident Torsten Schultze bittet daher um Verständnis.

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Unklar bleibt nun allerdings, warum die Antwort mehr als drei Wochen nach der Veröffentlichung des Briefes erfolgte. Außerdem erklärt die Stellungnahmen nicht, warum sich nach Wahrnehmung von Juliane Nagel und ihren Wählern die Einsätze – vor allem nachts – vermehrt haben. „Die Polizeidirektion Leipzig bedauert die durch Polizeihubschrauber entstandenen Beeinträchtigungen. Sie kann aber auch zukünftig nicht auf den Einsatz eines Hubschraubers als taktisches Einsatzmittel in der Stadt Leipzig verzichten“, heißt es gegen Ende der kurzen Stellungnahme. Der häufig angefragte alternative Einsatz von Drohnen sei meist aufgrund gesetzlicher Bestimmungen oder hinsichtlich der Einsatzbedingungen nicht möglich.

Von tsa