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Lokales Leipziger Projekt EXPLOIDS will Hacker mit einer Karte identifizieren
Leipzig Lokales Leipziger Projekt EXPLOIDS will Hacker mit einer Karte identifizieren
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21:25 20.06.2019
Hacker sollen mit den sicheren Netzwerkkarten zur Rechenschaft gezogen werden können (Symbolbild). Quelle: dpa/Silas Stein
Leipzig

Am Dienstag wollen sich in Leipzig Informatiker zu den Projekten „Erkennung und Aufklärung von IT-Sicherheitsvorfällen“ austauschen. Eingeladen hat das Bundesforschungsministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Es fördert unter anderem das Leipziger Projekt EXPLOIDS.

Sichere Netzwerkkarten

Unter der Leitung von Martin Bogdan, dem Professor für Technische Informatik an der Universität Leipzig, wird hier ein System zur Erkennung von Hackerangriffen entwickelt. Mithilfe einer sicheren Netzwerkkarte sollen die Angreifer zurückzuverfolgen sein. „Die nötige Sensorik bauen wir im Betriebssystem und der Hardware des Rechners ein“, sagt Bogdan.

EXPLOIDS wird in Kooperation mit der Technischen Universität Dresden und drei Unternehmen entwickelt. „Zunächst wird es sich um Rechner von Behörden mit erhöhten Sicherheitsbedürfnissen handeln“, verspricht Jörn Hoffmann, Mitgründer der Firma quapona technologies. Er könne sich auch eine Zusammenarbeit mit dem diplomatischen Dienst oder der Bundeswehr vorstellen.

Digitale Spurensicherung

Die Erfassung, Speicherung und Auswertung der Daten müsste unter Berücksichtigung des Datenschutzes erfolgen. „Wir wollen dabei helfen, digitale Spuren zu sichern und sprechen hier von IT-Forensik“, sagt Bogdan. Das Big-Data-Zentrum Scalable Data Services and Solutions in Dresden und Leipzig, war bei dem Entwicklungsprozess involviert. Von der Universität Leipzig sind zudem Spezialisten aus den Bereichen Technische Informatik, Datenbanksysteme, Wirtschaftsinformatik und Bild- und Signalverarbeitung beteiligt.

Von Lotta-Clara Löwener

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