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Lokales Leipziger SPD-Ortsverbände wollen Zeigner-Portrait im Rathaus
Leipzig Lokales Leipziger SPD-Ortsverbände wollen Zeigner-Portrait im Rathaus
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12:50 11.03.2018
Der Wirbel um die Ahnengalerie im Leipziger Rathaus hat sich noch nicht gelegt. (Archivbild)
Der Wirbel um die Ahnengalerie im Leipziger Rathaus hat sich noch nicht gelegt. (Archivbild) Quelle: Andé Kempner
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In der Diskussion um die Galerie der Leipziger Oberbürgermeister im Rathaus haben sich nun auch Teile der SPD zu Wort gemeldet. Die Ortsvereine Südwest und Altwest erklärten am Mittwoch in einer Mitteilung, dass das Portrait Erich Zeigners ihrer Ansicht nach in die Sammlung gehöre. Dabei gehe es den Vereinen vor allem „um seine Verdienste um die Demokratie in Sachsen“. Das Bild des ehemaligen Oberbürgermeisters auszuschließen, bezeichneten sie als „geschichtsvergessen“, da Zeigner vehement gegenüber der sowjetischen Militäradministration eingetreten sei.

Auch die Linken und die FDP hatten sich bereits zu der Causa geäußert. Die Linkspartei nannte die Entscheidung „skandalös“, die FDP verteidigte sie. Ebenso wie die Stadt begründeten die Freien Demokraten das damit, dass die ausgestellten Bilder nur demokratisch gewählte Oberbürgermeister zeigten. Zeigner sei hingegen durch eine Militärregierung eingesetzt worden.

Daher fehle der Mann, der von 1945 bis zu seinem Tod 1949 das höchste Amt der Stadt innehatte, in der Sammlung. Die von OBM Burkhard Jung (SPD) am vergangenen Freitag auf dem Gang vor seinem Dienstzimmer eröffnete Galerie zeigt lediglich Otto Georgi, Carl Bruno Tröndlin, Rudolf Dittrich, Karl Rothe, Carl Friedrich Goerdeler, Hinrich Lehmann-Grube und Wolfgang Tiefensee.

jhz