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Leipziger Stadtmuseum plant Ausstellung zur Musikstadt in der NS-Zeit

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17:01 28.03.2021
Auch die Diskussionen um das Wagner-Denkmal in der Leipziger Innenstadt waren Nachwirkungen der NS-Zeit. (Archiv)
Auch die Diskussionen um das Wagner-Denkmal in der Leipziger Innenstadt waren Nachwirkungen der NS-Zeit. (Archiv) Quelle: Andre Kempner
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Leipzig

Das Stadtmuseum Leipzig plant 2022 eine Ausstellung, die sich mit der Musikgeschichte der Stadt in der Nazi-Zeit auseinandersetzt. Damals habe es einen Kulturbruch in der Musikstadt gegeben, erklärt Museumsdirektor Anselm Hartinger.

Als ein zentrales Element für diese Schau hat das Museum ein Original-Relief eines nie realisierten Denkmals für den Komponisten Richard Wagner angekauft, der 1813 in Leipzig geboren und aufgewachsen ist. Die Pläne für das monumentale Denkmal entwarf der Stuttgarter Bildhauer Emil Hipp Anfang der 1930er Jahre. Adolf Hitler kam 1934 zur Grundsteinlegung am heutigen Richard-Wagner-Hain an der Elser für dieses „Nationaldenkmal des Deutschen Volkes“. Das Relief solle „als Dokument der nationalsozialistischen Überhöhung des Wagner-Mythos gezeigt werden“, sagte Museumsdirektor Anselm Hartinger.

Als zweites prägendes Ereignis solle der Abriss eines Denkmals für den jüdischstämmigen Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy 1936 thematisiert werden. Das geplante Wagner-Denkmal und der Abriss des Leipziger Mendelssohn-Denkmals ergäben ein starkes Bild, an dem man den Kulturbruch in der Musikgeschichte Leipzigs zur NS-Zeit zeigen könne, meint Hartinger.

Von LVZ/dpa