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Lokales Leipziger Stadtwerke drehen an der Preisschraube: „Erhöhung ist sehr wahrscheinlich“
Leipzig Lokales Leipziger Stadtwerke drehen an der Preisschraube: „Erhöhung ist sehr wahrscheinlich“
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13:53 16.10.2019
Teurer Strom: Bei den Leipziger Stadtwerken dürfen die Preise zum Jahreswechsel steigen. Quelle: RND
Leipzig

Kunden der Leipziger Stadtwerke müssen ab 2020 für ihren Strom wohl tiefer in die Tasche greifen: Wegen der jüngst verkündeten Erhöhungen von EEG-Umlage und Netzentgelten, dürften auch die Prise für die Kunden ab Januar steigen, kündigte das Unternehmen am Mittwoch gegenüber der LVZ an.

Noch sei man zwar am rechnen, erklärte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage. Erst Mitte November werde man wissen, welcher Pries ab 1. Januar 2020 gelten soll. „Eine Erhöhung ist dabei jedoch sehr wahrscheinlich“, fügte Unternehmenssprecher Frank Viereckl hinzu. Das müsse aber nicht heißen, dass alle Umlagen 1:1 weitergegeben werden. „Wir stehen in einem harten Konkurrenzkampf. Unsere Angebote werden daher immer wettbewerbsfähig sein und für unsere Kunden erschwinglich bleiben.“

EEG-Umlage und Netzentgelt steigen um 0,54 Cent

Die vier großen Übertragungsnetzbetreiber hatten am Dienstag angekündigt, die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), mit der die Einspeisung von Ökostrom subventioniert wird, im Januar erstmals seit drei Jahren wieder anzuheben – von derzeit 6,405 auf 6,756 Cent pro Kilowattstunde, also um 0,351 Cent pro Kilowattstunde oder 5,5 Prozent.

Zudem steigen auch die Netzentgelte, wie 50Hertz und Mitnetz Strom ankündigten. Das schlägt laut Viereckl noch einmal mit 0,1 Cent pro Kilowattstunde zu Buche, was angesichts der bisher veranschlagten 4,99 Cent ein Anstieg um zwei Prozent wäre.

Kilowattstunde könnte bald 28,7 Cent kosten

Sollten die Stadtwerke dies komplett an die Kunden weitergeben, so ergäbe sich inklusive Mehrwertsteuer eine Erhöhung um 0,54 Cent pro Kilowattstunden. Im Grundversorgungstarif würde sich der Strom damit um zwei Prozent von 28,19 auf 28,73 Cent pro Kilowattstunde verteuern.

„EEG-Umlage und Netzentgelt sind aber nur zwei von vielen Bestandteilen bei der Zusammensetzung des Strompreises, die alle Kunden betreffen“, fügte Viereckl hinzu. Außerdem gibt es etwa die Abgabe an die Stadt für die Nutzung der Straßen, einen Aufschlag für Kraft-Wärme-Koppelung, eine Umlage für Offshore-Windparks und die Stromsteuer.

Von Frank Johannsen

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