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Lokales Leipziger Stausommer: „Bitte nicht noch einen Verkehrskollaps!“
Leipzig Lokales Leipziger Stausommer: „Bitte nicht noch einen Verkehrskollaps!“
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18:17 08.07.2019
Baustelle Brandenburger Brücke: Auch stadtauswärts staute sich am Montag der Verkehr, hier geht es nur noch einspurig lang. Quelle: Andre Kempner
Leipzig

Der große Hitzesommer macht Pause - doch nun treibt der Leipziger Stausommer den Puls hoch. Wer am Montagmorgen eine gute Stunde im Stau in der Berliner Straße verbrachte, war schnell auf Betriebstemperatur. „Welch eine dämliche Verkehrsplanung“, war da noch ein gemäßigter Wutausbruch in der unfreiwilligen Staugemeinde. Klar, es muss gebaut und saniert werden, auch um künftige Verkehrsbelastungen zu bewältigen. Und wann, wenn nicht in den Ferien als noch verträglichste Bauzeit. Aber: Es muss nicht alles gleichzeitig sein. Wenn am Ende der wichtigsten Umleitungsstrecke, der Berliner Straße, eine weitere Baustelle zur Einspurigkeit zwingt, dann fällt einem Staugeplagten tatsächlich nichts mehr ein.

Boomende Stadt erreicht Belastungsgrenzen

Doch der Mega-Stau im Leipziger Norden wirft nur ein Schlaglicht auf die Folgen der boomenden Großstadt. Die Freude über jeden Einwohner mehr weicht zunehmend der Skepsis, ob das die Stadt überhaupt noch alles verkraftet. Fehlende Kita-Plätze, randvolle Schulen, knapper werdender Wohnraum, überlastete Straßen: Leipzig kommt. Aber verkommt darüber nicht langsam die Lebensqualität?

Sind die Pendler schuld?

Für den Moment spüren Autofahrer die Belastungsgrenze. Und manch einer findet die Zeit gekommen, den Schwarzen Peter bei den Pendlern zu suchen: Muss das Umland denn auch noch in die Stadt einfallen? Kann man so sehen. Doch was wäre wenn - diese Job-Pendler auch noch Wohnraum in der City suchten? Oder gar als Arbeitskräfte wegblieben? Dann aber auch als bisher gut zahlendes Publikum zu kulturellen Veranstaltungen oder Fußballspielen….

Zum Verkehrsmix gehört auch das Auto

Nein, Leipzig braucht das Umland. Und das Umland braucht Leipzig: Beides kann sich gut ergänzen und befruchten. Funktionierende Verkehrsadern sind die Voraussetzung dafür, dass dieser Austausch funktioniert. In einem gesunden Verkehrsmix, zu dem auch das Auto gehört. Dafür muss gebaut werden und das ist auch gut so. Doch bitte nicht alles gleichzeitig und derart geballt, wie in diesen Wochen. Ein Hitzesommer reicht - da muss nicht noch ein Stausommer für den (Verkehrs-)kollaps sorgen.

Von Olaf Majer

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