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Lokales Leipziger Team ist Favorit bei Nasa-Rover-Rennen in Alabama
Leipzig Lokales Leipziger Team ist Favorit bei Nasa-Rover-Rennen in Alabama
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11:07 11.04.2019
Startbereit: Leander Weihrich, 14, Cosma Heckel, 12, Firine Bugenhagen, 14, Nils Grohmann, 14 (hinten von links), vorn Cristina Vinokurova, 16, Alina Vinokurova, 19, Valeria Burga, 19, ganz vorn Jesco Heckel, 5. Quelle: Ralf Heckel
Leipzig

Sie gehen am Wochenende als Favoriten an den Start. Immerhin landeten die Fahrer der privaten Jesco-von-Puttkamer-Schule des gemeinnützigen Leipziger Instituts für Raumfahrtbildung (Isei) seit 2007 bei der Nasa-Rover-Challenge in Huntsville im US-Bundesstaat Alabama stets auf einem der vorderen Plätze. Mit der Startnummer 1 nehmen Firine Bugenhagen, Leander Weihrich und Nils Grohmann, allesamt 14 Jahre alt, am Freitag und Samstag in zwei Durchläufen mit ihrem vierrädrigen und doppelsitzigen Mond-Buggy einen Parcours von einem Kilometer Länge mit 14 Hindernissen in Angriff.

Im Rabet-Park haben sie sich elf Monate lang darauf vorbereitet, berichtet Isei-Vorsitzender Ralf Heckel. „Es gibt technische Geheimnisse und eine klare Strategie“, deutet er an. Allerdings bestehe auch ein Handicap: Die Pole-Position unter 120 Mannschaften sei der schwierigste Startplatz. „Man kann keine anderen Teams beim Rennen beobachten, und noch kein Hindernis ist eingefahren.“

Nach sechs Minuten ist der Sauerstoff alle

Fünf Aufgaben müssen die jungen Piloten während der Fahrt erledigen: Bodenproben sammeln etwa und wissenschaftliche Geräte auslegen. Nach sechs Minuten ist sozusagen der Sauerstoff alle, dann müssen sie spätestens im Ziel sein. Ihr 2,20 Meter langes und rund 100 Kilogramm schweres Gefährt muss zudem auf einen Würfel von 1,50 Meter Kantenlänge faltbar sein.

Eine „Pit-Crew“ vervollständigt das Team. Sie setzt sich aus Heckels zwölfjähriger Tochter Cosma und den Schwestern Alina und Cristina Santander Vinokurova sowie Valeria Burga zusammen. Die drei Bolivianerinnen hatten Isei-Workshops besucht und trafen nun etwas später in Huntsville ein. Die deutschen Teammitglieder flogen bereits vor einer Woche zum Training und Sightseeing in die USA.

Auf rund 100 000 Euro belaufen sich Heckel zufolge die Kosten für Materialien, Entwicklung und Reise, die das Leipziger Team mithilfe mehrerer Sponsoren und Privatspendern stemmt. Nach dem Rennen reist die Gruppe kommende Woche unter anderem nach Houston weiter, wo außer einem Besuch des dortigen Space-Centers der Nasa auch ein Treffen mit den Stadtoberen im Rahmen der Städtepartnerschaft mit Leipzig ansteht. Heckel wird dort seinen 50. Geburtstag feiern. Der Leipziger kam im Jahr der ersten Mondlandung auf die Welt.

Von mwö

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