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Lokales Leipziger Uniklinik bereitet Studiengang für Hebammen vor
Leipzig Lokales Leipziger Uniklinik bereitet Studiengang für Hebammen vor
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06:01 27.04.2019
Blick auf den Eingang zu den Kreißsälen der Sana Klinik Borna. Auch hier bringen inzwischen viele Leipzigerinnen ihr Kind zur Welt. Inzwischen gehen 29 Prozent der Geburten in Borna auf Leipziger Familien zurück. Quelle: Andreas Döring
Leipzig

Leipzigs Geburtskliniken sehen sich vom bundesweiten Fachkräftemangel bei den Hebammen derzeit nicht betroffen. Am Universitätsklinikum Leipzig (UKL) gab es letztes Jahr knapp über 2700 Geburten. Ein Team von 27 festangestellten Hebammen kümmert sich um die Schwangeren. Das reicht, sagt Professor Holger Stepan, Leiter der Abteilung Geburtsmedizin am UKL. Erklärtes Ziel sei eine 1:1-Betreuung. „In den meisten Fällen kriegen wir das hin.“ In Ausnahmesituationen müsse sich eine Hebamme um zwei Geburten gleichzeitig kümmern. Im Schnitt kommen am UKL acht bis neun Babys am Tag zur Welt, manchmal sind es auch nur drei, dann wieder 16. Die Schichten sind früh mit fünf, im Spät- und Nachdienst mit jeweils vier Hebammen besetzt. „Wir haben genug Hebammen – das ist aber kein Selbstläufer“, sagt Stepan, „wir müssen immer dranbleiben und uns engagieren, um Nachwuchs-Fachkräfte zu gewinnen, vor zehn Jahren war das noch anders.“ Das UKL gehe an der Leipziger Hebammenschule aktiv auf Schülerinnen im dritten Lehrjahr zu. Die Bewerbungsmodalitäten würden bewusst unkompliziert gehalten.

Hebammen müssen ab 2020 studieren

Entscheidend sei, dass der Standort Leipzig bei der sich wandelnden Hebammenausbildung am Ball bleibt. Denn ab 2020 müssen Hebammen studieren. Die Leipziger Hebammenschule, derzeit noch eine Berufsfachschule, werde zum kommenden Jahr in eine akademische Einrichtung unter dem Dach der medizinischen Fakultät überführt. „Wir bereiten diesen Studiengang vor, damit ab 2020 weiterhin Hebammen in Leipzig ausgebildet werden können – das hat oberste Priorität“, sagt Stepan.

Vier Hebammen pro Schicht am St. Elisabeth

Auch das St.-Elisabeth-Krankenhaus in Connewitz sieht sich gut gerüstet. Bis auf eine Teilzeitstelle sei das Hebammenteam voll besetzt, sagt Klinik-Sprecherin Tina Murzik-Kaufmann. Im Schnitt kommen im St. Elisabeth sieben Kinder pro Tag zur Welt – verteilt auf die verschiedenen Schichten, die mit je vier Hebammen besetzt sind. Im Idealfall müsse sich eine Hebamme um eine Gebärende kümmern.

St. Georg sucht Fachkräfte für Klinik-Ausbau

Die Geburtsklinik am St. Georg nach eigenen Angaben „personell gut aufgestellt“, erklärt Dagmar Schulze von der Unternehmenskommunikation des Hauses. „Im Zuge des derzeitigen Baus der neu entstehenden, modernen Mutter-Kind-Ebene freuen wir uns immer über Initiativbewerbungen motivierter und engagierter Hebammen.“ Man sorge „stets für eine individuelle Betreuung der Mütter bei der Geburt“.

Helios-Klinik in Schkeuditz sucht derzeit keine Hebammen

13 Hebammen kümmern sich in den drei Kreißsälen des Helios-Klinikums Schkeuditz um die Schwangeren. „Derzeit suchen wir keine Hebammen“, sagt Klinikgeschäftsführerin Melanie Rosche. In der Regel betreue eine Hebamme ein bis zwei Geburten gleichzeitig, erklärt die leitende Hebamme Kristin Rammel.

Von Björn Meine

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