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Lokales Leipziger Uniklinik schafft mehr Platz für Corona-Patienten
Leipzig Lokales Leipziger Uniklinik schafft mehr Platz für Corona-Patienten
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16:42 20.03.2020
Die Mitarbeiterin einer Isolierstation zeigt ein Röhrchen, mit denen Tests auf Corona-Infektionen durchgeführt werden. (Archivfoto) Quelle: Marcel Kusch/dpa
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Leipzig

Das Leipziger Universitätsklinikum (UKL) schafft weitere Kapazitäten für Corona-Patienten. Wie das Krankenhaus am Freitag mitteilte, stehen ab sofort auf einer gesonderten Intensivstation zusätzlich 14 noch unbelegte Betten bereit. Diese konnten aus dem normalen Bettenbestand des Krankenhauses abgezogen werden, sagte Sprecherin Helena Reinhardt.

Am Montag soll darüber hinaus eine zusätzliche Isolierstation mit 30 Betten für Corvid-19-Betroffene in Betrieb genommen werden. Abgesehen davon verfügt das Uniklinikum auch regulär über 145 Intensivbetten, von denen ein Großteil allerdings mit Patienten mit anderen Krankheitsbildern belegt sei.

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Im Gegensatz zum Klinikum St. Georg, auf dessen Isolierstation bereits Patienten mit Corona-Infektionen behandelt werden, hat das Uniklinikum bisher noch keine Betroffenen in Behandlung. Allerdings seien zwei Mitarbeiter infiziert und zusammen mit 47 weiteren Kollegen unter Quarantäne gestellt worden.

Ambulanz der Hautklinik öffnet am Montag

Eine von zwei Stationen der Hautklinik wurde deshalb bereits am vergangenen Dienstag vorübergehend geschlossen. Die ambulante Betreuung von Hautkrankheiten ist seither unterbrochen, soll am kommenden Montag aber wieder aufgenommen werden.

Die größten Belastungen liegen laut Reinhardt derzeit auf dem Institut für Virologie und der Corona-Ambulanz des UKL. Zum Wochenbeginn seien noch 200 Testwillige pro Tag betreut worden. Diese Zahl sei inzwischen zurückgegangen, nachdem das Klinikum ein eigenes Call-Center geschaffen habe. „Der Rückgang der Zahl in der Ambulanz ist ein gutes Zeichen. Es zeigt, dass die Menschen vernünftig und besonnen reagieren", so der Medizinische Vorstand Christoph Josten.

Seit Ende Januar seien allein im Leipziger Universitätsklinikum fast 2000 Corona-Proben analysiert worden. 52 von ihnen waren positiv.

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Von Matthias Puppe