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Leipziger Uniklinik wechselt in Corona-Krisenmodus – OPs werden verschoben

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09:39 04.04.2021
Auf der Covid-19-Station des Universitätsklinikums Leipzig bereiten eine Ärztin und eine Schwester einen Patienten für eine Untersuchung vor.
Auf der Covid-19-Station des Universitätsklinikums Leipzig bereiten eine Ärztin und eine Schwester einen Patienten für eine Untersuchung vor. Quelle: Waltraud Grubitzsch/dpa
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Leipzig

Die steigenden Corona-Infektionszahlen im Vogtland und im Erzgebirge wirken sich wieder auf das Universitätsklinikum Leipzig (UKL) aus. Wie schon in der zweiten Welle habe das UKL auch jetzt schwerstkranke Patienten aus Krankenhäusern der Region Südsachsen übernommen, sagte der Chef der Intensivmedizin, Prof. Sebastian Stehr. Derzeit würden in Leipzig 25 Covid-Patienten intensivmedizinisch betreut. Auf dem Höhepunkt der zweiten Welle um Heiligabend herum seien es mehr als 40 gewesen.

Operationen verschoben

Die Uniklinik habe in der vergangenen Woche erneut ihr Programm an planbaren Operationen heruntergefahren, sagte Stehr. Damit sei man gut vorbereitet, um notfalls weitere Corona-Patienten auf den Intensivstationen aufnehmen zu können. Was ihm jedoch Sorge mache sei, dass auf die zweite Corona-Welle kein richtiges Tal gefolgt sei. „Das heißt, die neue Welle baut sich auf einen Grundstock an Patienten auf, die bereits da sind. Das könnte dazu führen, dass die Spitze diesmal etwas höher wird als in der zweiten Welle.“

Einblicke in die Corona-Station der Leipziger Uniklinik: Etwa zwei dutzend Intensivpatienten sind derzeit in Behandlung – Tendenz steigend

Patienten werden immer jünger

Die Patienten auf den Intensivstationen seien inzwischen etwas jünger als im Winter. Das Durchschnittsalter sei um rund fünf auf 60 Jahre gesunken. Das könnte laut Stehr zwei Effekte habe: Die Patienten werden länger behandelt, aber es werden aber auch weniger von ihnen sterben. Im Winter seien ungefähr 45 Prozent der Intensiv-Patienten gestorben. Diese hohe Rate liege daran, dass an der Uniklinik als Maximalversorger die besonders schweren Fälle behandelt worden seien. Seit Beginn der Pandemie seien 350 Menschen auf den UKL-Intensivstationen betreut worden.

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Mit der neuen Corona-Schutzverordnung gewinnt die Zahl der belegten Corona-Betten in sächsischen Krankenhäusern mehr an Bedeutung für einen erneuten Lockdown. Bei 1300 belegten Betten auf Normalstationen ist der kritische Wert überschritten, ab dem Lockerungen rückgängig gemacht werden müssen. Am Samstag sank der Wert nach Angaben des Sozialministeriums auf 949 nach 955 am Karfreitag und 1019 am Gründonnerstag.

Insgesamt waren in Sachsen am Samstag etwas mehr Menschen mit einer Covid-19-Infektion in stationärer Behandlung (1275) als am Freitag (1270). Die Zahl der Corona-Intensivbehandlungen stieg von 315 auf 326. Im Raum Leipzig werden derzeit 131 Menschen auf Normalstationen behandelt. In den Krankenhausclustern Dresden (294) und Chemnitz (524) sind es deutlich mehr.

Von dpa/anzi/nöß