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Leipziger VNG hilft kleinen Unternehmen: Bei „Re-Start“ sind bis zu 4000 Euro drin

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11:38 10.06.2020
Sie haben die Initiative „Re-Start“ an den Start gebracht: Eric Weber vom Smart Infrastructure Hub Leipzig (links) und VNG-Vorstandsmitglied Bodo Rodestock.
Sie haben die Initiative „Re-Start“ an den Start gebracht: Eric Weber vom Smart Infrastructure Hub Leipzig (links) und VNG-Vorstandsmitglied Bodo Rodestock. Quelle: Anika Dollmeyer
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Leipzig

Die Einschränkungen im öffentlichen Leben während der Corona-Krise haben viele Kleinunternehmen, Selbstständige und Start-ups aus ganz Mitteldeutschland vor große wirtschaftliche Schwierigkeiten gestellt. Ihnen muss schnell und unkompliziert geholfen werden – das haben sich das Leipziger Energieunternehmen VNG und das Smart Infrastructure Hub Leipzig gedacht und die Hilfsinitiative „Re-Start“ ins Leben gerufen. Sie richtet sich an Vertreter aus den Bereichen Medien, Bildung, Einzelhandel, Gastronomie, Event, Freizeit, Mobilität oder Gesundheit.

Betroffene Solo-Selbstständige sowie Unternehmen mit bis zu zehn Angestellten, die ihren Unternehmenssitz in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen haben, können sich bei der Initiative bewerben. Ausgewählten Begünstigte sollen eine Soforthilfe zwischen 2000 und 4000 Euro erhalten, wie es heißt.

Initiative hofft auf weitere Unterstützer aus Mitteldeutschland

Bewerben kann man sich bis zum 30. Juni 2020 online unter http://re-start.jetzt/. Die Bewerbung selbst erfordere keinen großen bürokratischen Aufwand, so ein Sprecher. Niemand müsse seine Bücher offenlegen. Eine Jury werde entscheiden, ob und in welcher Höhe die Initiative hilft.

„Mit der Hilfsinitiative wollen wir zum Erhalt der wirtschaftlichen Vielfalt in unserer Region beitragen. Gerade die kleinen Unternehmen, die unsere Gesellschaft mit ungemein viel Leidenschaft und Kreativität bereichern, sind von der Krise oftmals besonders hart getroffen. Sie dürfen nicht auf der Corona-Strecke bleiben“, sagt VNG-Vorstandsmitglied Bodo Rodestock. Das Energieunternehmen beteiligt sich mit einem Startkapital von 40.000 Euro an der Initiative. „Jede Art von Hilfe ist für die Betroffenen extrem wertvoll. Insofern würden wir es sehr begrüßen, wenn sich uns weitere Unterstützer anschließen könnten“, so Rodestock.

„Viele Firmen stehen von existenzbedrohenden Problemen“

Mitgründer Eric Weber vom Smart Infrastructure Hub Leipzig kennt nicht zuletzt die derzeitigen Sorgen und Nöte von Start-ups und aufstrebenden Jungunternehmern sehr gut und ist deshalb umso mehr von der Zielrichtung der Hilfsinitiative überzeugt. „Genau wie unzählige kleine Geschäfte, Restaurants, Cafés, Medienschaffende oder Dienstleister aus der Eventbranche wurden auch Gründer durch die Entwicklungen in den vergangenen Monaten unverschuldet vor teilweise existenzbedrohende Probleme gestellt“, sagt der Geschäftsführer des Hubs, zu dem auch die Leipziger Start-up-Schmiede SpinLab – The HHL Accelerator gehört. Dort wurden in den vergangenen Jahren über 50 Geschäftsideen erfolgreich vorangetrieben.

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung begrüße „Re-Start“, wie die Initiative mitteilt. Sie sei ein weiteres Beispiel für die große Solidarität und Hilfsbereitschaft in der Region, so Jung.

Von Andreas Dunte