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Lokales Leipziger Vicus AG baut Internetsparte auf
Leipzig Lokales Leipziger Vicus AG baut Internetsparte auf
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00:21 19.11.2017
Im August 2017 öffnete das erste Travel24-Hotel am Leipziger Goerdelerring. Es umfasst 170 Zimmer.  Quelle: Andre Kempner
Leipzig

Die Leipziger Firma Vicus Group AG baut einen neuen Geschäftszweig auf. Wie Vorstand Michael Klemmer gegenüber der LVZ mitteilte, erwarb das Unternehmen nicht nur die Immobilie des neuen Travel24-Hotels am Goerdelerring. „Zugleich haben wir als Hauptaktionär gemeinsam mit Partnern auch die Mehrheit an der Travel24 AG übernommen“, erläuterte er. Das Reise-Vermittlungsgeschäft dieser Gesellschaft werde nun bald wiederbelebt – jedoch mit einem neuen Konzept unter dem bekannten Namen.

Hinter dem Engagement stehe die Idee, erstmals ein allumfassendes Reiseportal im Internet zu schaffen, das auch eigene Hotels betreibt. Die im August in der Leipziger City eröffnete Herberge mit 170 Zimmern sei dabei nur ein Anfang. In den nächsten Jahren könnten acht bis zehn weitere Häuser in den wichtigsten deutschen Metropolen errichtet werden, fuhr Klemmer fort. „Das neue Portal soll sich nicht auf Flug-Buchungen und Übernachtungen beschränken, sondern viele Reise-Themen vereinen – zum Beispiel auch die Mobilität vom Fernbus bis zum Taxi stärker in den Fokus nehmen.“

Zwei ehemalige Unister-Portale

Die Mehrheit der Travel24-AG gehörte einst dem Internet-Konzern Unister. Nach dem Tod von dessen Chef Thomas Wagner bei einem Flugzeugabsturz 2016 war Unister in die Insolvenz gerutscht. Direkt aus der Insolvenzmasse habe Vicus noch das Internetportal Auto.de gekauft, sagte Klemmer weiter. Mit annähernd zehn Millionen Nutzern pro Jahr gehöre Auto.de nach wie vor zu den drei größten Anbietern in Deutschland. „Auch diese Plattform werden wir weiterentwickeln, mit einem neuen Auftritt mehr Service für Neu- und Gebrauchtwagen liefern.“

50 Mitarbeiter wolle Vicus schon 2018 in der neuen Internetsparte beschäftigen. „Die Vicus Media GmbH bekommt eigene Büro-Räume in Leipzig. Unser Kerngeschäft bleiben die Immobilien.“ In diesem Geschäftsfeld bewege das Unternehmen im laufenden Jahr ein Transaktionsvolumen im dreistelligen Millionenbereich.

„Werden wir nicht abseits stehen"

Zum Beispiel habe man jüngst ein 10 000 Quadratmeter großes Grundstück in der Semmelweisstraße 9 gekauft. Auf dem Areal, das sich genau gegenüber vom Kohlrabizirkus befindet, steht ein früheres Rechenzentrum, das lange Zeit durch einen IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe genutzt worden war. „Wir prüfen aktuell, ob an dem Standort ein Hochhaus mit Wohnungen möglich ist.“ Etwa 35 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche könnte dort ein modernes Ensemble mit einem 16-Geschosser oder noch höherem Gebäude umfassen. Für das alte Rechenzentrum gebe es keine Verwendung mehr, weshalb es Neubauten im Green-Building-Standard weichen soll. „Das ergibt immerhin über 300 Wohnungen, die Leipzig dringend benötigt.“

Zum Kohlrabizirkus, der gleichfalls der Vicus Group AG gehört, sagte Klemmer: „Wenn die Stadt das Vorhaben einer Eishalle unterstützt, werden wir nicht abseits stehen und dieses großartige Projekt ebenfalls mit einem finanziellen Beitrag unterstützen.“ Wie berichtet, bitten die Leipziger Icefigthers seit Monaten um einen 500 000-Euro-Investitionszuschuss von der Kommune. Einen entsprechenden Prüfauftrag verwies der Stadtrat gestern an mehrere Fachausschüsse. Das Ergebnis soll im Januar 2018 vorliegen.

Von Jens Rometsch

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