Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Leipziger leben in schlechter Work-Life-Balance
Leipzig Lokales Leipziger leben in schlechter Work-Life-Balance
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:01 23.01.2020
Ein ausgeglichenes Verhältnis von Arbeit und Privatleben macht glücklicher und zufriedener. Eine Studie hat die 20 bevölkerungsreichsten Städte auf ihre Work-Life-Balance untersucht. Berlin, Leipzig und Dresden schneiden besonders schlecht ab. Auch wenn dieses Bild aus dem Clara-Zetkin-Park einen anderen Eindruck vermittelt. Quelle: dpa
Leipzig

Wer es schafft, Arbeit und Privatleben in ein ausgeglichenes Verhältnis zu bringen, hat viel gewonnen. Denn nachweislich sind Menschen, die neben ihrer Arbeit genug Zeit für Freizeitaktivitäten, Freunde und Familie haben, glücklicher und zufriedener. Die sogenannte Work-Life-Balance ist in Leipzig jedoch alles andere als ausgeglichen. Eine Studie des PropTech-Startups Ophigo, das bei der Suche nach passenden Büroräumen hilft, hat die 20 bevölkerungsreichsten deutschen Städte unter die Lupe genommen und auf ihre Bedingungen für eine ausgeglichene Work-Life-Balance hin untersucht. Das Ergebnis fällt für Leipzig denkbar schlecht aus. Auf der Rangliste bestreitet die Messestadt den vorletzten Platz. Schlechter schneidet nur noch Berlin ab.

Vielfältige Einflussfaktoren

Die Studie untersuchte verschiedene Faktoren, die Einfluss auf die Work-Life-Balance haben. Dazu gehören etwa das monatliche Bruttogehalt, die Arbeitszeiten und Überstunden, aber auch das Angebot an Restaurants und Fitnessstudios pro Einwohner. Insgesamt 16 Faktoren wurden den vier Bereichen Arbeit, Zufriedenheit, Lebenshaltungskosten sowie Freizeit und Sport zugeordnet. Gezeigt hat sich, dass in Städten wie Stuttgart oder Bremen Privatleben und Arbeit in einem recht ausgeglichenen Verhältnis stehen. In Berlin, Leipzig und Dresden hingegen nicht.

Große Unzufriedenheit in Leipzig, Berlin und Dresden

Das beste Ergebnis erzielte insgesamt Stuttgart, gefolgt von Bremen und Frankfurt am Main. Mit durchschnittlich 4.032 Euro wird in Frankfurt das höchste Bruttogehalt gezahlt. Das niedrigste mit 2.372 Euro in Dortmund. Ganz hinten auf der Work-Life-Balance-Rangliste steht Berlin. Hier werden viele Überstunden geleistet und die Menschen sind mit ihrem Leben insgesamt unzufrieden. Letzteres gilt auch für Dresden und Leipzig. „Leipzig hat relativ schlecht abgeschnitten“, bestätigt Janie Steinke von der ABCD-Agency, die die Studie im Auftrag von Ophigo durchgeführt hat. Das hat besonders mit den Faktoren Arbeit und Zufriedenheit, aber auch mit den Ergebnissen in der Kategorie Freizeit und Sport zu tun.

Viel Arbeit, wenig Freizeit

Auch in punkto Einkommen fällt die Zufriedenheit in Leipzig und Dresden gering aus. In Hamburg hingegen sind die Beschäftigten mit ihrem Einkommen im deutschlandweiten Vergleich am zufriedensten. Die meisten Arbeitsstunden im Jahr verzeichnet Sachsen. Mit 1.411 jährlichen Arbeitsstunden ist der Freistaat weit vorn. Bremen verzeichnet hingegen nur 1.321 Stunden Arbeit. „Wer viel arbeitet, hat weniger Freizeit und ein ausgeglichenes Verhältnis von Arbeit und Freizeit wird unwahrscheinlicher“, sagt Janie Steinke. Lediglich bei den Lebenshaltungskosten erzielt Leipzig gute Ergebnisse.

Von Lilly Günthner

Lokales „Jeder Verletzte ist einer zu viel.“ Leipzig prüft Radverbindung Lindenau - City

Der Leipziger Stadtrat sprach am Mittwoch über die mögliche Errichtung einer Fahrradbrücke über das Elsterbecken sowie einer Fahrradstraße, die als Alternative zur Jahnallee von Lindenau in die Innenstadt führen soll.

23.01.2020

Die Info-Veranstaltung zum geplanten Flughafenausbau sorgte am Mittwochabend für Ärger in Schkeuditz bei Leipzig. Grund war das gewählte Format – mehr als die Hälfte der Besucher verließ die Veranstaltung.

22.01.2020

Die Stadt Leipzig soll dank einer Entscheidung des Landtags mehrere Millionen Euro an Fördergeldern bekommen. Davon ist eine Neuanschaffung von etwa 50 Bussen geplant.

22.01.2020