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Lokales Leipziger zeigen Flagge für Europa und gegen Nationalismus
Leipzig Lokales Leipziger zeigen Flagge für Europa und gegen Nationalismus
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19:23 15.05.2019
Organisieren die Demonstration am Sonntag (v.r.): Ita Weinrich (Fridays for Future), Sebastian Viecenz (Verdi), Irena Rudolph-Kokot (Leipzig nimmt Platz) und Marcus Röder (Demobüro). Quelle: Andre Kempner
Leipzig

Mehrere Leipziger Initiativen wollen am Sonntag Flagge zeigen für ein geeintes Europa. Die Organisatoren erwarten rund 10.000 Teilnehmer. Motto: "Ein Europa für alle – Deine Stimme gegen Nationalismus". Zu den Veranstaltern zählen das Leipziger Demobüro, die Initiative „Leipzig nimmt Platz“, die Gewerkschaft Verdi sowie der Leipziger Ableger von „Fridays for Future“. Unterstützt wird die Veranstaltung auch von SPD, Linken und Grünen.

Die Demo in Leipzig ist Bestandteil von mehreren Großdemonstrationen, die zeitgleich in sieben deutschen Städten stattfinden (Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart) sowie in über 40 weiteren europäischen Städten.

„Gefahr für Europa durch rechte Parteien“

Die Wahlen zum Europäischen Parlament am 26. Mai seien vor allem wegen der Bedrohung durch rechte Parteien und Nationalisten von großer Bedeutung, sagte Marcus Röder vom Demobüro. Es gehe zum einen um „Humanität und Menschenrechte“, so Röder – die Grenzpolitik der Europäischen Union (EU) sei nicht human genug.

Zum zweiten stünden „Demokratie und Vielfalt“ im Mittelpunkt – der Abbau von demokratischen Rechten in einigen europäischen Ländern sei besorgniserregend. Drittens plädieren die Demo-Organisatoren für „Soziale Gerechtigkeit“ – auch da gebe es große Defizite innerhalb der EU. Und viertens geht es um „Ökologischen Wandel und die Lösung der Klimakrise“ – hier wird ein grundlegender Schwenk hin zu erneuerbaren Energien gefordert.

„Großkonzerne müssen europaweit besteuert werden“

„Es gab noch nie eine so lange Friedensphase“, sagte Sebastian Viecenz (Verdi Leipzig/Nordsachsen) mit Blick auf den Wert der EU. Jedoch habe die Wirtschaft „die absolute Übermacht“. Nötig seien die Besteuerung von Großkonzernen und die Abschaffung von Steueroasen.

Die immer stärker werdenden reaktionären Kräfte in vielen Ländern sind aus Sicht von Irena Rudolph-Kokot („Leipzig nimmt Platz“) besonders gefährlich. „Wir wollen auf keinen Fall, dass sich Europa so weiterentwickelt.“ Ihr Aufruf: „Geht zur Wahl, wählt ein solidarisches, demokratisches Europa der Freiheits- und Menschenrechte.“ Die Europawahl sei auch eine Klimawahl, erklärte Ita Weinrich von „Fridays for Future Leipzig“ mit Blick auf die existenzbedrohende Klimaentwicklung. Gefordert würden unter anderem der Kohleausstieg bis 2030 und eine Versorgung aus erneuerbaren Energien zu 100 Prozent bis 2035.

Demo führt um den Ring

Beginn der Veranstaltungen ist Sonntag um 12 Uhr auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz. Bei der Auftaktkundgebung sprechen unter anderem OBM Burkhard Jung (SPD) und Verdi-Bezirksgeschäftsführerin Ines Kuche. Um 13 Uhr startet der Demozug um den Ring. Die Abschlusskundgebung ist dann von 15 bis 16.30 Uhr wieder auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz vorgesehen. Für Musik sorgen die Klaus Renft-Combo sowie die Bands Großstadtgeflüster (Elektropunk) und Riders Connection (Reggae, Soul und Folky Blues).

Von Björn Meine

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