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Lokales Leipzigs OBM Burkhard Jung bewirbt sich um dritte Amtszeit
Leipzig Lokales Leipzigs OBM Burkhard Jung bewirbt sich um dritte Amtszeit
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19:34 17.05.2019
Will es noch mal wissen und 2020 erneut zur OBM-Wahl in Leipzig antreten: Burkhard Jung. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Eine Personalie und zwei Paukenschläge: Burkhard Jung (SPD) strebt eine dritte Amtszeit als Oberbürgermeister von Leipzig an. Und er rechnet sich gute Chancen aus, am 6. Juni 2019 zum Präsidenten des Deutschen Städtetags gewählt zu werden. Beides bestätigte der 61-Jährige am Freitagabend bei einem Hoffest der Leipziger Sozialdemokraten, die über 1400 Mitglieder zählen.

Kein Gehalt für einflussreichen Posten

Eigentlich habe er erst im Sommerurlaub in Ruhe über seine berufliche Zukunft nachdenken wollen, erklärte Jung vor den Genossen. Doch die Aussicht, 30 Jahre nach der Friedlichen Revolution als erster Oberbürgermeister aus Ostdeutschland die Geschicke des Städtetags leiten zu dürfen, habe schon jetzt eine Entscheidung notwendig gemacht. „Das ist eine riesige Chance und eine Auszeichnung für unsere Stadt“, sagte Jung über das Ehrenamt, für das er nicht mal eine Aufwandsentschädigung erhalten würde.

Leipziger Sozialdemokraten sehr erfreut

Zugleich gab der seit März 2006 amtierende Oberbürgermeister bekannt, sich um eine dritte Amtszeit als Rathauschef zu bewerben. Dies habe er zuerst den Mitgliedern seiner Partei mitteilen wollen. Weitere Bewerber könnten sich natürlich noch bis zur Nominierung im Herbst melden, ergänzte Leipzigs SPD-Chef Holger Mann. Er sei jedoch froh, schon jetzt einen „so guten Kandidaten“ in den eigenen Reihen zu wissen. Die nächste OBM-Wahl in Leipzig findet im Februar oder März 2020 statt.

Wichtigster der kommunalen Spitzenverbände

Auch Sachsens SPD-Chef Martin Dulig lobte Jungs Entscheidungen: „Burkhard Jung ist ein hervorragender Oberbürgermeister. Es wäre ein großes Glück für Sachsen, wenn er seine Arbeit in Leipzig fortsetzt. Ein Leipziger Oberbürgermeister als Präsident des Deutschen Städtetages wäre 30 Jahre nach dem Mauerfall ein starkes Zeichen für das weitere Zusammenwachsen unseres Landes.“ Bereits seit sechs Jahren ist der so Gepriesene einer der Stellvertreter des Präsidenten des Städtetags, der als wichtigster der drei kommunalen Spitzenverbände in Deutschland gilt. Jung würde dort zum Nachfolger des CDU-Oberbürgermeisters Markus Lewe aus Münster. Die Amtszeit beträgt stets zwei Jahre.

Jung nennt auch persönliche Gründe

Leipzigs Entwicklung sei atemberaubend. Es gehe jetzt darum, die Weichen für die nächsten 20 Jahre zu stellen, sagte Jung in einem Interview mit der LVZ zu seinen Motiven für eine dritte Amtszeit. Der sechsfache Vater, der 1991 aus Siegen nach Leipzig gewechselt war, gab dabei auch persönliche Gründe für sein politisches Engagement an: „Ich möchte meinen Kindern keine Welt hinterlassen, die von Hass und Lüge geprägt ist.“ Im Falle eines erneuten Erfolgs 2020 wäre Jung das erste demokratisch gewählte Stadtoberhaupt Leipzigs, das einen Hattrick als Oberbürgermeister schafft.

Bekanntgabe kurz vor Stadtratswahl

Die Bekanntgabe so kurz vor der Stadtratswahl am 26. Mai löste aber auch einige Kritik aus. Im vergangenen Jahr wollte Jung schon mal Chef des Ostdeutschen Sparkassenverbandes werden, war aber nach Gerangel um den hoch bezahlten Posten durchgefallen.

Von Jens Rometsch

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