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Lokales Leipzigs OBM begrüßt Beschluss zu Stasi-Akten
Leipzig Lokales Leipzigs OBM begrüßt Beschluss zu Stasi-Akten
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16:20 27.09.2019
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Quelle: Kempner
Leipzig/Berlin

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) begrüßt den Beschluss des Bundestags zum Umgang mit geretteten Stasi-Akten. Das künftig für Sachsen entstehende zentrale Archiv könne Zentrum des neuen Forums für Freiheit und Bürgerrechte am Matthäikirchhof werden, hieß es am Freitag in einer Mitteilung der Stadt.

„Dieser Ort soll die Erforschung und Auseinandersetzung mit der Stasi-Vergangenheit verbinden mit dem Nachdenken über unsere Demokratie“, sagte Jung laut Mitteilung. „Hier soll ein Ort entstehen, der im Geist der Friedlichen Revolution von 1989 die Stadtgesellschaft zusammenbringt – ein Ort des Austauschs und vor allem ein Ort des Zuhörens in zunehmend tauben Zeiten.“

Auf einer Fläche von 1,6 Hektar wird der Matthäikirchhof in Leipzig als ein „Nationales Projekt des Städtebaus“ umgewandelt. Neben dem Museum in der Runden Ecke befindet sich dort bereits eine Außenstelle des Bundesbeauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheit.

Beschluss: Unterlagen kommen in Bundesarchiv

Am Donnerstag hatte das Parlament entschieden, die Stasi-Unterlagen bis Mitte 2021 in das Bundesarchiv zu überführen und dort zu verwalten. Eine reduzierte Anzahl von Standorten in den östlichen Bundesländern bleibt erhalten. Leipzig als Standort für das zentrale Aktenarchiv gilt als wahrscheinlich, offiziell ist das bisher nicht bestätigt. Derzeit befinden sich auch in Chemnitz und Dresden Außenstellen.

Nach der Entscheidung in Berlin gab es auch Kritik – vor allem von Bürgerrechtlern. Der Chef der Stasi-Unterlagenbehörde, Roland Jahn, verteidigte den Umzug der Akten. „Das ist eine positive Entscheidung, für dieses Symbol der Revolution“, sagte Jahn am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“. „Die Akten bleiben offen, die Bürgerinnen und Bürger können weiter Einsicht nehmen.“ Daran werde sich dank des Stasi-Unterlagen-Gesetzes nichts ändern, wenn die Unterlagen in das Bundesarchiv verlegt worden seien.

Kritiker des Umzugs befürchten, dass die Verlegung einem Ende der Behörde gleichkomme und einen Schlussstrich unter der Aufarbeitung bedeute. Das Gegenteil sei der Fall, sagte Jahn. Vielmehr gehe es darum, das Archiv für kommende Generationen „als Teils des Gedächtnisses der Nation“ zu erhalten. Unter dem Dach des Bundesarchivs könne man Herausforderungen wie die Digitalisierung und die Bestandserhaltung bestehen, sagte Jahn. „Das Papier soll nicht verrotten.“

Von jhz/dpa

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