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Lokales Linke-Stadtrat kritisiert Leuchtreklamen-Entfernung auf der Karli
Leipzig Lokales Linke-Stadtrat kritisiert Leuchtreklamen-Entfernung auf der Karli
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23:33 07.08.2018
Der Piercing & Headshop in der Karli ist eines der betroffenen Geschäfte, das seine Leuchtreklame abschrauben musste. Quelle: Kempner
Leipzig

Mit Verwunderung hat Stadtrat Siegfried Schlegel am Dienstag auf das Vorgehen der Leipziger Behörden gegen nicht genehmigte Leuchtreklamen in der Karl-Liebknecht Straße reagiert. „Offenbar haben einzelne Mitarbeiter in der Bauverwaltung den Anspruch, aus Leipzig ein anheimelndes Provinznest zu machen, in welchem am Abend die Bürgersteige hochgeklappt werden“, kritisierte der Sprecher für Stadtentwicklung der Linksfraktion.

Wie berichtet, mussten mehrere Gastronomen und Gewerbetreibende in der Südvorstadt Strafen zahlen und ihre Leuchtschilder abnehmen, weil diese nicht mit der Stadt abgestimmt waren. „Werbung, insbesondere Leuchtwerbung, gehört seit Jahrzehnten untrennbar zum Stadtbild. Schließlich hat Leipzig den Ruf, eine attraktive Messestadt mit internationalem Flair zu sein“, erklärte Schlegel. Er verwies darauf, dass zahlreiche historische Anlagen inzwischen unter Denkmalschutz stehen und Aushängeschilder der Stadt sind. Als Beispiele nannte er die Isolator-Zündkerze im Bildermuseum oder den jüngst sanierten Schriftzug „Willkommen in Leipzig“ auf den Höfen am Brühl.

„Werbeanlagen schrumpfen auf Briefmarkengröße“

Der Lokalpolitiker warf der Stadt vor „Werbeanlagen auf Briefmarkengröße schrumpfen“ zu wollen. Wie berichtet, gibt es in Leipzig strenge Vorgaben, auch zur Größe der Anlagen an denkmalgeschützten Häusern. „Manchmal darf es bei Werbung etwas mehr sein“, meint Schlegel. „Das war in früheren Jahren Konsens im Planungs- beziehungsweise Fachausschuss Stadtentwicklung und Bau, als dieser bei der Außengestaltung wichtiger Bauvorhaben noch mit einbezogen wurde.“

Stadtrat Siegfried Schlegel kritisiert die Leuchtreklamen-Entfernung auf der Karli. Quelle: Kempner

Der Linke-Stadtrat wies zudem darauf hin, dass Leipzig bei Gebäudeilluminationen „in der Weltliga der Großstädte“ mitspiele. Die Stadt gehöre der internationalen Vereinigung LUCI an, deren Anliegen es sei, durch eine attraktive Beleuchtung der Freiräume und Gebäude die Städte attraktiver zu machen und gleichzeitig Lichtverschmutzung, insbesondere in Grünzügen und Parks, zu vermeiden.

Stadt will Kontrollen ausweiten

Das Amt für Bauordnung und Denkmalpflege hatte zuletzt bei Kontrollen auf der „Karli“ zahlreiche nicht genehmigte Leuchtreklamen an denkmalgeschützten Häusern festgestellt und Händler sowie Lokale abgemahnt. Nach Informationen von LVZ.de sind neben der Südvorstadt auch Plagwitz und die Innenstadt betroffen. Behördenleiterin Kathrin Rödiger hatte erklärt, dass zuletzt „immer mehr und immer dominantere Werbeanlagen installiert“ worden seien. Gewerbetreibende, die ihre Leuchtschilder ordnungsgemäß angemeldet hatten, beschwerten sich deswegen. Die Stadt kündigte an, die Kontrollen fortzusetzen und auch auf den südlichen Bereich der Karli auszuweiten.

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