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Lokales Mähboot säubert Leipziger Karl-Heine-Kanal
Leipzig Lokales Mähboot säubert Leipziger Karl-Heine-Kanal
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23:17 31.07.2019
Ein sogenannter Truxor (hier ein Archivbild aus dem Jahr 2018) ist seit Mittwochnachmittag auf dem Karl-Heine-Kanal im Einsatz. Bis zum 14. August werden Wasserpflanzen abgemäht. Quelle: Foto:
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Leipzig

Großreinemachen im Leipziger Karl-Heine-Kanal: Seit Mittwochnachmittag entfernt ein Mähboot Fadenalgen und Unterwasserpflanzen in dem Gewässer. Die haben sich vor allem im neu angelegten Abschnitt angesiedelt, der den Kanal mit dem Lindenauer Hafen verbindet. Wie berichtet, ist dieser teilweise so verkrautet, dass Paddler, Ruderer und Kanuten den Bereich meiden.

Durch die verbesserte Wasserqualität – es dringt mehr Licht ein – konnten die Pflanzen in den letzten Monaten gut wachsen. Sie werden nun bis zu einer Tiefe von circa 1,60 Meter unterhalb der Wasseroberfläche abgemäht. Die anfallende Biomasse wird danach aus dem Kanal entfernt. Dabei kommt durch eine Spezialfirma ein sogenannter Truxor zum Einsatz.

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Bis zum Wasserfest ist Kanal besser befahrbar

Die Arbeiten sollen bis zum 14. August dauern. Damit wird das künstlich angelegte Gewässer pünktlich vor dem Wasserfest besser befahrbar. Das lädt vom 16. bis 18. August mit Aktionen, Konzerten und Mitmachangeboten an und auf den Gewässern ein. Hauptstandort ist das Elsterflutbett am Clara-Zetkin-Park zwischen Rennbahn, Sachsenbrücke und Anton-Bruckner-Allee.

Vereine wie der Verein Wasserstadt fordern eine dauerhafte Lösung, um den Karl-Heine-Kanal bis zum Lindenauer Hafen sportlich und touristisch nutzen zu können. Die Stadt verweist aber auf Zwänge durch den Naturschutz. So sei es untersagt, Fortpflanzungs- und Ruhestätten von stark gefährdeten Arten zu beschädigen oder zu zerstören – beispielsweise die von Libellen und Libellenlarven. „Wir freuen uns, dass unsere Gewässer ökologisch funktionieren“, sagt Rüdiger Dittmar, der Chef des Amtes für Stadtgrün und Gewässer: „Das Mähen wird daher eine dauerhafte Aufgabe bleiben.“ Der Eingriff in die Flora und Fauna müsse aber so schonend wie möglich erfolgen.

Von Mathias Orbeck