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Lokales Maik Piehler wird neuer Stadtwerke-Geschäftsführer
Leipzig Lokales Maik Piehler wird neuer Stadtwerke-Geschäftsführer
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19:52 12.06.2019
Maik Piehler ist ab 1. Juli 2019 neuer Geschäftsführer der Leipziger Stadtwerke. Quelle: Stadtwerke Leipzig
Leipzig

Am 1. Juli wird Maik Piehler zum neuen Geschäftsführer der Leipziger Stadtwerke. Die Gesellschafterversammlung des kommunalen Unternehmens hat den 44-jährigen Prokuristen am heutigen Mittwoch für das neue Amt bestellt, informierten die Stadtwerke in einer Pressemitteilung.

Fachmann für „Zukunftskonzept Wärme“

Der promovierte Betriebswirtschaftler sei seit knapp zehn Jahren bei den Leipziger Stadtwerken tätig. In dieser Zeit habe er verschiedene Aufgabenbereiche betreut – wie Controlling, Unternehmensstrategie, Beteiligungsmanagement und Marktsteuerung. „Zuletzt war er maßgeblich für die Entwicklung des Zukunftskonzepts Wärme zuständig. Seine berufliche Laufbahn startete er im Finanzwesen und sammelte danach als Unternehmensberater Erfahrungen in verschiedenen Branchen. Der gebürtige Vogtländer ist seit mittlerweile über 20 Jahren in Leipzig verankert“, hieß es weiter. Als Schwerpunkt seines neuen Jobs sehe Piehler die „Stärkung der vertrieblichen Präsenz im Heimatmarkt“ sowie die Entwicklung neuer Geschäftsfelder.

Nachfolger für Johannes Kleinsorg

Maik Piehler folge auf Johannes Kleinsorg, dessen Vertrag bekanntlich Ende August ausläuft. Kleinsorg, dessen Stuhl im März 2018 kräftig gewackelt hatte, wurde jetzt umfangreich gedankt. Unter anderem habe er das (Spar-)Programm „fit“ vorangetrieben und das Unternehmen als „Energiewende-Manager“ neu positioniert. Kleinsorg war zum 1. September 2015 von den Stadtwerken Kiel nach Leipzig gewechselt. Seitdem bildete er in der Geschäftsleitung ein Gespann mit Karsten Rogall, der zuvor die Stadtwerke Merseburg geleitet hatte. Rogall stieg am 1. Mai 2018 in die vierköpfige Konzernleitung der Leipziger Gruppe auf – ist zugleich aber weiterhin Geschäftsführer bei dem Energieversorger-Tochterunternehmen mit Sitz im Leipziger Europahaus.

Baldige Entscheidung zu Lippendorf

Erste Bewährungsprobe für das neue Gespann Rogall/Piehler dürfte die Entscheidung zu der Frage werden, ob die Stadtwerke ein zweites Gaskraftwerk in Leipzig errichten. Damit könnte sich Leipzig bis zum Jahr 2023 unabhängig von Fernwärmelieferungen aus dem Braunkohlekraftwerk Lippendorf machen. Die Entscheidung über den auf etwa 150 Millionen Euro veranschlagten Kraftwerksbau wollen Aufsichtsrat und Gesellschafter der Stadtwerke laut früherer Ankündigungen noch vor der Sommerpause treffen.

Rogall hatte in einem LVZ-Interview erklärt, dass die Investitionskosten komplett durch gesetzliche Zulagen nach dem KWK-Gesetz sowie durch „vermiedene Netznutzungsentgelte“ getragen werden könnten. Offenbar gab es in den vergangenen Monaten aber auch Gespräche mit den Betreibern von Lippendorf über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit über 2023 hinaus.

Von Jens Rometsch

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