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Lokales Masern-Ausbruch in Leipzig ist beendet
Leipzig Lokales Masern-Ausbruch in Leipzig ist beendet
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11:01 18.04.2017
Eine Zweifach-Impfung schützt vor Masern.
Eine Zweifach-Impfung schützt vor Masern.  Quelle: dpa
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Leipzig

 Die Masern-Welle in Leipzig ist gestoppt. Seit sieben Wochen seien keine neuen Krankheitsfälle mehr registriert worden, sagte Nils Lahl vom Gesundheitsamt am Montag gegenüber LVZ.de. Die letzte Erkrankung datiert vom 28. Februar. „Wir hatten seitdem noch einige Verdachtsfälle, diese haben sich aber nicht bestätigt. Der Ausbruch ist beendet“, so der Sachgebietsleiter für Infektionsschutz.

Insgesamt 54 Menschen hatten sich seit Januar an dem Virus angesteckt, darunter auch Kleinkinder und eine schwangere Frau. Das Gesundheitsamt hatte mit einem dritten Gipfel, also einer erneuten Häufung von Krankheitsfällen, gerechnet. Dieser blieb jedoch aus. „Das ist eine sehr erfreuliche Nachricht“, so Lahl. Was die Ursache dafür war, dass die Welle gestoppt wurde, vermochte er nicht zu sagen. „Die Auswertung des Geschehens läuft gerade“, erklärte Lahl. Er will Anfang Mai der Sächsischen Impfkommission die Ergebnisse vorstellen.

Langzeitfolgen drohen – drei Kinder schwerhörig

Das Gesundheitsamt hatte mit hunderten Besuchs- und Tätigkeitsverboten versucht, ein Ausbreiten der Krankheit einzudämmen – mit Erfolg, wie sich nun zeigte. Auch wurde an die Bevölkerung appelliert, den Impfstatus zu überprüfen und sich gegebenenfalls immunisieren zu lassen. Gegen die Ansteckung mit Masern schützt eine Zweifach-Impfung oder eine durchgemachte Erkrankung.

Insbesondre für Kleinkinder kann die Krankheit lebensgefährlich sein. Bei einer Erkrankung können zudem Langzeitfolgen drohen, beispielsweise durch Ohrenentzündungen. „Beim letzten Ausbruch 2015 hatten wir im Nachgang drei schwerhörige Kinder“, berichtete Lahl. Welche Nachwirkungen der jüngste Ausbruch habe, würden erst die nächsten Monate zeigen.

Von Robert Nößler