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Lokales Massenkarambolage im Süden von Leipzig – Chaos bis Markkleeberg
Leipzig Lokales Massenkarambolage im Süden von Leipzig – Chaos bis Markkleeberg
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19:01 15.01.2020
So sah es auf der Unfallstelle am frühen Mittwochmorgen aus: Beide stadteinwertigen Fahrspuren der Bundesstraße 2 sind gesperrt, Retter versuchen den Fahrern der fünf an der Karambolage beteiligten Autos zu helfen. Quelle: NEWS5
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Leipzig

Im Süden von Leipzig erlebten am Mittwochmorgen zehntausende Einpendler ein Horrorszenario: Eine Massenkarambolage auf der Bundesstraße 2 (B 2) blockierte in der Hauptverkehrszeit am frühen Morgen die stadteinwertigen Spuren kurz vor dem Abzweig Richard-Lehmann-Straße und verursachte einen Rückstau bis zur Autobahn A 38. Tausende Autofahrer wichen auf die angrenzenden Wohnviertel von Markkleeberg sowie Leipzig aus und verursachten dort ein Verkehrschaos.

Fünf Fahrzeuge prallen aufeinander

Nach Informationen der Polizei war gegen 6.55 Uhr vor dem Abzweig Richard-Lehmann-Straße ein Auto von der rechten auf die linke Fahrspur gewechselt. Hinter ihm fuhr eine 51-jährige Toyota-Fahrerin, die daraufhin stark abbremste. Dadurch prallte ein nachfolgender Golf auf den Toyota, der an der Leitplanke quer zur Fahrbahn zum Stehen kam. Auf den Golf fuhr wiederum ein Audi auf, auf diesen ein Golf, der dann von einem Ford Transit gerammt wurde. Die 51-Jährige Toyota-Fahrerin wurde leicht verletzt.

Die Polizei musste die Unfallstelle komplett sperren, was zu einem Verkehrschaos in der Stadt Markkleeberg sowie in den Leipziger Stadtteilen Dölitz und Connewitz führte. Tausende Autofahrer versuchten zunächst, den Stau über die B-2-Abfahrtsstelle Seenallee zu umfahren. Dadurch staute sich der Verkehr in der Markkleeberger Seenallee und der Bornaischen Straße. Ampelschaltungen verlängerten die Staus noch mehr, außerdem wichen Autofahrer auch noch über den Goethesteig nach Dölitz aus und versuchten von dort ins Stadtzentrum zu kommen.

Eine Stunde Fahrzeit für acht Kilometer

In Markkleeberg West bot sich ein ähnliches Bild: Dort wollten die Autofahrer über die Koburger Straße nach Leipzig gelangen. Auf den Zufahrtsstraßen zur Koburger bildeten sich lange Schlangen, ebenso auf der Koburger Straße. Autofahrer benötigten für die acht Kilometer lange Fahrt von Markkleeberg nach Leipzig bis zu eine Stunde Fahrzeit.

Auch im Leipziger Stadtteil Connewitz schwollen die Verkehrsströme an. Denn einige Autofahrer, die im Stau auf der B 2 steckten, wichen über die Ausfahrt an der Prinz-Eugen-Straße aus und quälten sich von dort in langen Kolonnen über die Wolfgang-Heinze-Straße in Richtung Stadtzentrum. Die Unfallstelle der B 2 war erst gegen 9.30 Uhr komplett beräumt.

Ist die geänderte Verkehrsführung schuld?

Unklar ist bislang noch, ob die Massenkarambolage durch die seit Oktober veränderte Verkehrsführung der B 2 ausgelöst oder begünstigt wurde. Leipzigs Verkehrsplaner hatten damals vor dem Abzweig Richard-Lehmann-Straße eine Fahrspurseparierung vorgenommen, durch die Autofahrer dort nur noch auf der linken Spur direktin Richtung City rollen können. Sie müssen sich jetzt deutlich früher einordnen. Da dieser Bereich direkt hinter einer Kurve beginnt, könnten damit einige Fahrer in den Hauptverkehrszeiten überfordert sein. Im Verkehrs- und Tiefbauamt der Stadt wollte sich am Mittwoch niemand zu diesem Thema äußern.

Schwerer Unfall auf der B2 im Leipziger Süden: In eine Massenkarambolage nahe der Abfahrt Richard-Lehmann-Straße waren insgesamt fünf Fahrzeuge verwickelt.

Von Andreas Tappert

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