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Lokales Medienkompetenz mit Leipziger Zeitgeschichte trainieren
Leipzig Lokales Medienkompetenz mit Leipziger Zeitgeschichte trainieren
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11:18 05.10.2019
Lesestoff zur Leipziger Zeitgeschichte: Vermarktungsleiter Arne Frank, Pressesprecher Roman Schulz, Redakteurin Juliane Groh und Schulleiterin Dagmar Schreiber (v.l.n.r.) verteilen das LVZ-Magazin „30 Jahre Friedliche Revolution“ im Klassenraum. Quelle: Foto: Christian Modla
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Leipzig

„Die Friedliche Revolution ist ein Thema, das vor allem in dieser Stadt alle angeht. Das gehört zur Bürgerbildung“, sagt Roman Schulz, Pressesprecher des Landesamtes für Schulen und Bildung. Arne Frank, Vermarktungsleiter der Leipziger Volkszeitung, ergänzt: „Es ist für uns als Medienhaus Kernaufgabe, Dinge, die in der Welt und hier vor Ort passieren, sachlich darzustellen, aber auch zu kommentieren und einzuordnen, um eine Grundlage für die öffentliche Diskussion zu schaffen.“ Aus diesem Grund stellt die Leipziger Volkszeitung das Magazin „30 Jahre Friedliche Revolution“ den insgesamt 90 Oberschulen und Gymnasien in Leipzig sowie in Schkeuditz, Taucha, Markkleeberg und Markranstädt mit je 30 Exemplaren als Klassensatz zur Verfügung.

„Wir fühlen uns als Sachsen“

Die symbolische Übergabe fand im Werner-Heisenberg-Gymnasium im Leipziger Stadtteil Möckern statt. Schulleiterin Dagmar Schreiber zeigt sich begeistert: „Viele Schüler sagen: ’Das ist kein Thema mehr’ und ’Wir fühlen uns als Sachsen, nicht als Ostdeutsche’. Es ist einerseits toll, dass die Teilung in dieser Generation keine Rolle mehr spielt, andererseits ist das Wissen um die eigene Geschichte, vor allem die in unserer Stadt, wichtig. Für Schülerinnen und Schüler kann ein solches Magazin zum Einstieg in die Thematik natürlich interessanter als ein Lehrbuch sein. Gerade die Chronik der Ereignisse mit viel Bild- und Textmaterial aus dem Jahr 1989 wird sie ansprechen.“ Roman Schulz würdigt vor allem den inhaltlichen Fokus auf die Stadt Leipzig und die kritische Auseinandersetzung der LVZ mit ihrer eigenen Rolle in der Geschichte.

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Lernen mit allen Medien

Für das Gymnasium ist die Arbeit mit Magazinen Teil des Bildungskonzepts. Kommunikation und Medienkompetenz in Verbindung mit Demokratiebildung sind hier wichtige Schwerpunkte. „Die Schüler sollen nicht nur mit den neuen Medien umgehen, der traditionelle Weg muss genauso gegangen werden. Da sind die Printmedien nicht wegzudenken“, sagt Dagmar Schreiber. Das Thema Friedliche Revolution begleitet die Schüler auch bei einem Projekt, in dessen Rahmen sie Zeitzeugenbefragungen durchgeführt haben. Die persönlichen Geschichten werden ab dem 9. Oktober im Werner-Heisenberg-Gymnasium in einer Ausstellung präsentiert.

Von Juliane Groh

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