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Lokales Mehr Sicherheit an den Seen im Leipziger Südraum: Am Personal mangelt es nicht
Leipzig Lokales Mehr Sicherheit an den Seen im Leipziger Südraum: Am Personal mangelt es nicht
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07:31 05.09.2019
Zum Glück nur eine Übung: Beim Laurentiusfest im Waldbad haben die Rettungsschwimmer demonstriert, wie sie im Notfall einem Verletzten aus dem Wasser helfen. Quelle: André Kempner
Zwenkau

Martin Reinhold ist Leiter der Jugendwasserwacht Zwenkau. Gemeinsam mit Frank Conrad bildet er Nachwuchs zu Rettungsschwimmern aus – eine kleine Erfolgsgeschichte.

Große Nachfrage

„Im Jahr 2015 haben wir uns anlässlich des Tages der offenen Tür der Freiwilligen Feuerwehr Zwenkau gegründet“, erinnert er sich. Anlaufprobleme habe es nicht gegeben, gleich danach sei die Teilnahme erfreulich rege gewesen. Aktuell gebe es drei Trainingsgruppen mit 24 Kindern zwischen sieben und 15 Jahren und mehr Nachfragen, als Plätze zur Verfügung stehen. Die Jüngeren treffen sich im Sommer jeden Donnerstag im Waldbad Zwenkau. Die Größeren trainieren mit den Erwachsenen im Sportbad Markkleeberg. „Gerade im Winter ist es schwierig, da kämpfen wir um mehr Trainingsbahnen in den Schwimmhallen“, sagt Reinhold. Im Winter fahren die jüngeren künftigen Rettungsschwimmer von Zwenkau aus gemeinsam ins Hallenbad nach Borna. Den Aufwand sieht Reinhold gar nicht negativ: „Im Auto haben wir Zeit zum Quatschen, vieles zu besprechen und auszuwerten.“

Lernen erfolgt spielerisch und im Team

Der Ehrgeiz ist bei allen Kindern und Jugendlichen groß. Sie lernen spielerisch die Schwimmtechniken, bevor es spezieller wird und ans Üben der Rettungs- und Befreiungsgriffe geht. „Es ist natürlich schön, die Fortschritte zu beobachten“, sind sich Reinhold und Conrad einig. Alles passiert im Team, betont Reinhold. „Wir bilden keine Einzelkämpfer aus.“

Erste Hilfe nicht nur im Wasser

Drei der erfahreneren Jugendlichen durften kürzlich beim Laurentiusfest vor großem Publikum mit den erfahrenen Rettungsschwimmern bei einer Übung zeigen, was sie gelernt haben. Ab 16 dürfen sie mit den Erwachsenen Dienst schieben und Erfahrungen sammeln.

Der Einsatz des DRK im Waldbad sei wichtig, so Reinhold, „denn wenn am Wochenende die Sonne brennt und die Familien im Wasser toben, reichen die Augen des Schwimmmeisters nicht aus.“ Man sei nicht nur auf das Wasser fokussiert, sondern auf alles, was am Beckenrand und auf der Liegewiese passiert, den angeschlagenen Zeh mit einem Pflaster zu verarzten oder im ernsteren Notfall bei Verdacht auf Herzinfarkt oder bei Kreislaufproblemen Erste Hilfe zu leisten, bis der Rettungsdienst da ist.

Mit den gut ausgelasteten Rettungsschwimmer-Kursen und den künftigen Absolventen stünde also auch Personal für eine Überwachung der Seen im Leipziger Südraum zur Verfügung. Nach mehreren tödlichen Badeunfällen wird der Ruf nach mehr Sicherheit lauter. Die Stadt erarbeitet derzeit ein Sicherheits- und Rettungskonzept; bisherige Planungen dazu stoßen bei Experten jedoch auf Kritik.

Von Gislinde Redepenning

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