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Lokales Mehr als 7000 Studienanfänger an der Universität Leipzig
Leipzig Lokales Mehr als 7000 Studienanfänger an der Universität Leipzig
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19:42 16.10.2019
Volles Haus bei der feierlichen Immatrikulation der Universität Leipzig am Mittwoch im Gewandhaus. Quelle: André Kempner
Leipzig

Mehr als 40000 Bewerbungen sind bei der Uni Leipzig zum Wintersemester 2019/20 eingegangen. Etwas mehr als 7000 Studienanfänger haben es geschafft. Etwa zehn Prozent von ihnen kommen aus dem Ausland. Professorin Beate Schücking, die erste Rektorin in der 610-jährigen Geschichte der Alma mater lipsiensis, legte bei der Begrüßung einen besonderen Akzent auf die Bedeutung der internationalen Studenten an der Universität.

Mehr als 7000 neue Studenten beginnen im Wintersemester 2019/20 ihre Ausbildung an der Uni Leipzig. LVZ.de hat einige von ihnen gefragt, was sie studieren und warum sie dies ausgerechnet an der Uni Leipzig tun.

„Wünsche Ihnen, dass Sie sich verwirklichen können“

Die 610. Matrikel begrüßte sie mit einem herzlichen „Willkommen“, aber auch mit einem „Welcome“ und einem „Bienvenue“. „Weltoffenheit und eine Kultur, die internationale Gäste in Leipzig willkommen heißt, ist für die Gewinnung talentierter Studenten und hervorragender Forscher essenziell“, sagte Schücking. Die Uni und alle ihre Mitarbeiter in Forschung, Lehre und Administration verstünden sich seit mehr als 600 Jahren als „Wegbereitende“. Deshalb wolle die Universität alle neuen Studenten auf ihrem akademischen Weg bestmöglich begleiten, so die Rektorin. „Sie sind bestimmt mit Hoffnungen, Wünschen und Erwartungen zu uns gekommen. Ich wünsche Ihnen, dass sich diese Erwartungen erfüllen und Sie sich in diesem prägenden Lebensabschnitt verwirklichen können.“

„Sie werden Teil unseres dynamischen Organismus“

„Für sie beginnt ein neues Kapitel und damit werden Sie nun Teil unseres dynamischen Organismus Universität“, sagte Schücking weiter. Den neuen Studenten riet sie insbesondere, die Angebote der Uni in ihrer ganzen Breite zu nutzen – beispielsweise den Universitätschor oder die Sportmöglichkeiten. Persönlich ist ihr besonders wichtig, dass die Studenten Verantwortung übernehmen und sich engagieren; nicht nur im Studiengang, sondern auch im persönlichen Umfeld. „In einer Zeit, in der sich Rechtspopulismus etabliert und damit eine Fakten- und Wissenschaftsfeindlichkeit droht, kommt unserer Universität und ihren Angehörigen eine besondere Verantwortung zu“, betonte Schücking in ihrer Ansprache. Denn wissenschaftlich fundierte Tatsachen seien eine unermessliche Grundlage für sachliche Debatten, so die Rektorin.

OBM setzt auf Studenten im Kampf gegen Rechts

Leipzig ist eben die geilste Stadt Deutschlands“, sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD), als ihn Moderatorin Muschda Sherzada fragte, warum es die richtige Entscheidung sei, nach Leipzig zu kommen. Außerdem sei die Stadt sehr international, „insbesondere wegen der internationalen Studenten unter uns“, so Jung. Das mache Leipzig jung und lebendig, kulturell aufregend und engagiert. Beim Stichwort Engagement legte auch Jung den Studienanfängern nahe, sich in die Gesellschaft einzubringen. Vor allem aber brauche er die Studenten „als Partner im Kampf gegen Rechts, gegen Rassismus, gegen Antisemitismus, für Freiheit und Offenheit unserer Gesellschaft“, so der Oberbürgermeister.

„Ersti-Experten“ geben Tipps für das Abenteuer Studium

Tipps für die neuen Studenten hatten die „Ersti-Experten“ Anna Diepold, Stefan Berger und Peter Kießling. Vor allem sollen die Studienanfänger aber nicht an schlechteren Noten verzweifeln. „Macht es zu eurem Studium“, riet Anna Diepold den Neuimmatrikulierten. Denn jeder Student würde einen eigenen Studienverlauf haben. „Es gibt auch Tage, an denen man sich durchkämpfen muss“, sagte Peter Kießling. Alles sei von Nutzen. Und wenn nicht, könne das auch der Punkt sein, „an dem man für sich entscheidet, dass der eingeschlagene Weg doch nicht der richtige ist“. Vor dem Studium müsse niemand Angst haben, denn für jede Situation gäbe es jemanden, der helfen könne, versicherten die „Ersti-Experten“.

Von Elena Boshkovska

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