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Lokales „Mein Leipzig lob‘ ich mir“ leuchtet wieder über der Stadt
Leipzig Lokales „Mein Leipzig lob‘ ich mir“ leuchtet wieder über der Stadt
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07:47 27.07.2018
Einweihung der historischen Leuchtreklame „Mein Leipzig lob’ ich mir“ und „Willkommen in Leipzig“ auf dem Dach der Höfe am Brühl. Quelle: André Kempner
Leipzig

Ein warmer Sommerabend. Samtige Dämmerung, perfekt für so einen Moment: Ein Countdown von zehn bis eins und sie strahlt wieder über der Stadt, die historische Leuchtreklame „Mein Leipzig lob‘ ich mir“ und „Willkommen in Leipzig“ in vier Sprachen. Dazu zur Feier des Tages ein Feuerwerk. An den Höfen am Brühl weihten Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Centermanager Robin Spanke mit Gästen am Abend den runderneuerten Schriftzug ein.

Nach 5450 Arbeitsstunden verhelfen nicht nur 185 Liter Grundierungsfarbe und 126 Liter Decklack der 42 Jahre alten Reklame zu neuem Glanz. Der Clou sind die LED-Neonflex-Schläuche, die wie die alten Röhren ihr Licht rundum abstrahlen. Rund 2200 Meter modernstes Leuchtmittel winden sich nun durch den fast 100 Meter langen Schriftzug.

An den Höfen haben Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Centermanager Robin Spanke mit Gästen die runderneuerten Schriftzüge "Mein Leipzig lob' ich mir" und "Willkommen in Leipzig" eingeweiht.

Der Schriftzug „Willkommen in Leipzig“ sei, so Oberbürgermeister Jung, nicht nur besonders schön, sondern für die Leipziger auch „in besonderer Weise identitätsstiftend“. Es sei eine Botschaft, die nach Deutschland und nach Europa gehe, nach dem Motto: „Willkommen, lasst uns eine offene Gesellschaft sein.“

Die Höfe am Brühl erfüllen mit der Montage einen städtebaulichen Vertrag und haben nach eigenen Angaben rund 400.000 Euro in die denkmalgerechte Restaurierung investiert.

Tradition und Moderne

Tradition und moderne Technik vereint – dieses Credo haben Höfe-Manager Spanke und Gerd Martin vom Unternehmen Caralux in den vergangenen Monaten der Restaurierung immerzu wiederholt. Das Ergebnis: Durch die Umrüstung von Neon auf LED brauchen die Betreiber nur rund 20 Prozent der bisherigen Energie. Die Betreiber verwenden dafür zu 100 Prozent „grünen Strom“ der Stadtwerke.

Eine lichtabhängige Steuerung sorgt dafür, dass sich Goethes berühmtes „Faust“-Zitat „Mein Leipzig lob‘ ich mir“ den Lichtgegebenheiten anpasst. Der 15,92 Meter breite und 4,92 hohe Schriftzug thront auf der südlichen Seite der Höfe am Brühl und erleuchtet sanft die City. Besucher werden zudem auf Deutsch, Englisch, Russisch und Französisch willkommen geheißen.

Auch Peter Lorenz, Chef des angrenzenden Marriott-Hotels, äußerte sich bei der Präsentation erfreut: „Die Leuchtreklame geht um 22 Uhr aus. Das ist ein sehr guter Kompromiss.“ Ein Rechtsstreit um eine mögliche Störung der Hotelgäste durch die Leuchtreklame konnte beigelegt werden. Lorenz fügte gar hinzu: „Meine Gäste lieben Geschichten und ,Mein Leipzig lob’ ich mir’ ist in vielerlei Hinsicht eine gute Geschichte.“

30 Tonnen schwerelos

Rund 30 Tonnen wiegt die Reklame, die in den vergangenen Wochen mit Kränen auf das Dach der Höfe gewuchtet und montiert wurde. Die fünf Meter hohen Lettern sind aus der Nähe noch beeindruckender als aus der Ferne. An diesem samtigen Sommerabend nimmt das Licht ihnen jegliche Schwere. Ein perfekter Abend für diesen Moment.

Von Evelyn ter Vehn und Anton Zirk

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