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Lokales Ministerpräsident Kretschmer besucht die Polizei in Connewitz
Leipzig Lokales Ministerpräsident Kretschmer besucht die Polizei in Connewitz
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15:03 15.08.2019
Die Bürgerpolizistin Karin Wöbbeking (2.v.r.) und ihr Kollege Jan Brüggemann (M.) erzählen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (r.) aus ihrem Alltag in Leipzig-Connewitz – im Beisein von Polizeipräsident Torsten Schultze (l.) und Revierleiter Uwe Stöhr (2.v.l.). Quelle: André Kempner
Leipzig

„Hier ist keine No-go-Area!“ Das stellt Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bei seiner Stippvisite im Connewitzer Polizeiposten am Donnerstag klar und spricht in Wir-Form weiter: „Denn wir gehen hier in Biergärten und wir leben hier.“ Während er das sagt, steht der sächsische Ministerpräsident mit dem Polizeipräsidenten Torsten Schultze und Revierleiter Uwe Stöhr hinter den doppelt gesicherten Fenstern der Polizei-Außenstelle in der Wiedebach-Passage, der in diesem Viertel teils aggressiv ausgetragene Hass auf die Polizei in diesem Viertel ist natürlich ein Thema bei diesem Wahlkampf-Termin.

Gespräche auf der Straße

Von Bürgerpolizistin Karin Wöbbeking lässt sich Kretschmer aber auch über andere Aspekte aus dem Berufsalltag berichten: „Die Menschen sprechen uns auf der Straße viel schneller an, als dass sie mit ihren Problemen klingeln und auf die Wache kommen“, berichtet Wöbbeking und deutet auf die verspiegelten Fenster. Sie ist in Connewitz groß geworden und verbringt einen Großteil ihres Arbeitstages draußen. Das Leben dort habe sich verändert, fügt Revierleiter Uwe Stöhr bei. „Es wird lebendiger hier, die Bürgersteige werden nicht mehr hochgeklappt.“ Menschen verbrächten mehr Freizeit draußen auf der Straße – und einige von ihnen organisierten regelmäßig unangemeldete Konzerte und Parties im südlichen Umland von Leipzig. Die Polizei habe alle Hände damit zu tun, diese aufzulösen und käme mit dem verfügbaren Personal nicht immer hinterher.

Räume zur Entfaltung und mehr Personal

„Es braucht ja auch Räume, in denen etwas stattfinden kann,“ merkt Michael Kretschmer dazu vorsichtig an, und die Beamten nicken. Trotzdem wird das Engagement Kretschmers in Sachen Personal gleich darauf natürlich zum Thema: 232 von 1000 neuen Polizeistellen sollen nach Leipzig gehen. „Und unter uns“, sagt Kretschmer noch mit einem Augenzwinkern, „ich kann mir gut vorstellen, dass es noch ein paar mehr werden“. Das hört man hier gerne und verabschiedet den Ministerpräsidenten in die nächste Sphäre des Wahlkampfes Richtung UT Connewitz.

Von Anna Flora Schade

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