Mitarbeiterin der Uniklinik Leipzig mit Corona infiziert – Abteilung für Hautkrankheiten geschlossen
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Lokales Mitarbeiterin der Uniklinik Leipzig mit Corona infiziert – Abteilung für Hautkrankheiten geschlossen
Leipzig Lokales Mitarbeiterin der Uniklinik Leipzig mit Corona infiziert – Abteilung für Hautkrankheiten geschlossen
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12:59 17.03.2020
Eine Krankenschwester auf einer Infektionsstation. (Archivfoto)
Eine Krankenschwester auf einer Infektionsstation. (Archivfoto) Quelle: Marcel Kusch/dpa
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Leipzig

Auf einer von zwei Stationen der zum Leipziger Uniklinikum gehörenden Abteilung für Hautkrankheiten gibt es unter den Mitarbeitern eine erste Corona-Infektion. Wie Sprecherin Helena Reinhardt am Dienstag erklärte, wurde die Mitarbeiterin der Poliklinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie am Tag zuvor positiv auf den Virus getestet.

Die betroffene Mitarbeiterin befinde sich inzwischen in Quarantäne. Fünf weitere Kollegen der Hautklinik, die mit ihr in den vergangenen Tagen zusammen gearbeitet hatten, wurden ebenfalls in Quarantäne versetzt. Die übrigen Kontaktpersonen sollen nun zeitnah recherchiert und getestet werden.

Mitarbeiter und Patienten werden getestet

„Natürlich hatte die Kollegin auch Kontakt zu den Patienten auf der Station, die deshalb nun ebenfalls untersucht werden“, so Reinhardt auf LVZ-Nachfrage. Darüber hinaus seien allerdings keine Patienten des Krankenhauses durch die Infektion gefährdet, auch andere Abteilungen oder Einrichtungen sollen nicht betroffen sein.

Zumindest für die Hautklinik bedeutet der neue Infektionsfall nun aber Einschränkungen: Ab sofort ist die betroffene Station geschlossen und auch die ambulante Betreuung von Patienten mit Hautkrankheiten wurde ausgesetzt. In den kommenden zwei bis drei Tagen sollen alle verbliebenen Patienten dieser Station – nach absolvierten Tests – schrittweise entlassen werden.

Zweite Station bleibt offen

Neben der betroffenen gibt es noch eine weitere Station für Hautkrankheiten am Uniklinikum Leipzig, auf welcher die infizierte Mitarbeiterin nicht tätig war und die deshalb vorerst auch nicht geschlossen werden müsse. Mit reduziertem Personal soll die Behandlung in dieser Abteilung weiter aufrecht erhalten bleiben.

Wann eine Wiederaufnahme der ambulanten Betreuung möglich wird, ist bisher noch unklar. Nach den aktuellen Tests der Mitarbeiter soll es in der kommenden Woche weitere geben. Erst danach könne über eine erneute Eröffnung der Hautklinik-Ambulanz entschieden, so Reinhardt.

Der aktuelle Fall ist nicht der erste Corona-Fall im Leipziger Universitätsklinikum. In der vergangenen Woche war das Virus auch bei einem Patienten nachgewiesen worden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hatte sich dieser bei ein besuchenden Angehörigen angesteckt. Das Krankenhaus verhängte daraufhin einen Besucherstopp.

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