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Lokales Mitteldeutsche HiFi-Tage in Leipzig: Markenhersteller zeigen Produkte für perfekten Musikgenuss
Leipzig Lokales Mitteldeutsche HiFi-Tage in Leipzig: Markenhersteller zeigen Produkte für perfekten Musikgenuss
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20:01 17.11.2019
Mitteldeutsche HiFi-Tage in Leipzig: Besucher genießen den Klang in optimierten Hörräumen. Quelle: André Kempner
Leipzig

Probehören, vergleichen, staunen – Sound-Perfektionisten und neugierige Normalhörer tauchten am Wochenende in die Welt des gehobenen Klanges ein. Bei den vierten Mitteldeutschen HiFi-Tagen herrschte reges Kommen und Gehen in der Alten Handelsdruckerei Oststraße.

Rund 100 Markenhersteller aus Europa, Amerika und Asien waren ständig umlagert. Auf fünf Etagen und in extra optimierten Hörräumen ließen sich 3300 Besucher Schallplattenspieler, Kopfhörer, Lautsprechersysteme oder Heimkinoanlagen von der Mittelklasse bis zur maximal möglichen Tonqualität vorstellen und konnten sie unter Wohnzimmerbedingungen auch gleich testen.

Hörräume auf fünf Etagen bei den Mitteldeutschen HiFi-Tagen

Weltneuheiten vorgestellt

Manche Firmen stellten Weltneuheiten vor, so wie die Firma Lyravox aus Hamburg. Sie hatte in Leipzig einen Zwölf-Quadratmeter-Vorführraum zur Verfügung und das im Vorfeld zum Anlass genommen, um ein Lautsprecherset mit allem Zipp und Zapp für kleine Räume zu entwickeln, das keine Wünsche offen lässt.

Kostenpunkt: 23 000 Euro, in der günstigeren Version 16 000 Euro. „Ich bin extra wegen der neuen Boxen gekommen“, erzählte Haiko Pohl (50) aus Radeberg, der eine ganze Weile sitzen blieb und den Klang auf sich wirken ließ. „Ich habe keinen Fernseher. Abends nach der Arbeit möchte ich mich nicht bedudeln lassen, sondern Musik genießen. Vorwiegend Jazz und Klassik, ab und zu auch mal Blues“, so der Leiter einer Abteilung für Qualitätsmanagement.

Waschmaschine für Schallplatten

Auch Lars Köppen-Strohbach (50), städtischer Angestellter in Leipzig, hat zu Hause eine große HiFi-Anlage. Er wollte „gucken, was es Neues auf dem Markt gibt. Vielleicht werde ich mir auch mal ein Paar neue Lautsprecher kaufen.“ Als Schallpattensammler, der viele Second-Hand-Platten besitzt, blieb er bei den Schallplatten-Waschmaschinen stehen, denn: „Alle vier bis fünf Jahre hole ich alle meine Platten heraus und mache sie sauber.“

Das geht ganz einfach: Man legt die Schallplatte auf einen Plattenteller, spritzt flüssiges Waschmittel drauf, lässt den Teller einige Minuten laufen, dann werden das dreckige Wasser und der gelöste Schmutz abgesaugt. 450 bis 4000 Euro kostet ein solches Gerät. „Es gibt Musikliebhaber, die waschen ihre Platten vor jedem Hören“, wusste Dieter Molitor von der MHW Audio GmbH zu berichten.

Handgefertigte Plattenspieler

Den perfekten Klang ins Wohnzimmer bekommt man auf zwei Wegen: entweder digital, durch das Streamen von Musik mittels Tablet oder Handy auf kabellose Lautsprecher. Oder analog per Schallplattenspieler. „Das sind zwei konträre Welten, die sich aber parallel beide sehr gut entwickeln“, schätzt Manfred Keim (62) ein, Veranstalter der HiFi-Tage und seit 1990 Geschäftsführer von Uni HiFi in der Leipziger Goldschmidtstraße.

Zwölf verschiedene Schallplattenspieler-Modelle in der Preisspanne von 1200 bis 130 000 Euro konnte man sich bei Gunther Frohnhöfer erklären lassen, der die Geräte in seiner Manufaktur nahe Stuttgart entwickelt und in Handarbeit produziert. „Asiaten, Amerikaner und Russen kaufen mehr im Hochpreissegment. In Deutschland wird es jenseits der 10 000 Euro dünn“, schätzt der Geschäftsführende Gesellschafter der Firma Acoustic Signature ein.

Männer in der Überzahl

Die HiFi-Tage richteten sich ausdrücklich an Familien, trotzdem waren männliche Besucher deutlich in der Überzahl. Studentin Clara Gerbes begleitete ihren Vater und Bruder aus Dresden. „Ich bin mit einer HiFi-Anlage aufgewachsen“, so die 19-Jährige. „Zu Hause zum Frühstück oder abends auf dem Sofa haben wir Schallplatten gehört. Von Heidi über Johnny Cash bis Nirvana, Santana oder Klassik“, erinnert sie sich. Als Studentin mit eigener Wohnung kann sie sich eine solche Anlage zwar im Moment nicht leisten, „aber ich bin für später hier, wenn ich das Geld habe.“

Im Vergleich zur ersten Messe 2016 hat das Thema „Multiroomanlagen“ inzwischen deutlich an Bedeutung zugelegt. Das heißt, dass man den gleichen hochwertigen Klang wie im Wohnzimmer auch im Arbeitszimmer, Schlafzimmer oder Bad hören kann. Und wo gibt es die passenden Ohren für den Edel-Sound und die exquisite Technik? „Da unterschätzen sich die Leute. Jeder würde, wenn er vergleichen kann, Unterschiede hören und eine Vorliebe für bestimmte Lautsprecher entwickeln“, versichert Messeveranstalter Manfred Keim. Zu den 5. HiFi-Tagen am 14. und 15. November 2020 werden mit Sicherheit wieder Neuheiten vorgestellt.

Von Kerstin Decker

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