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Lokales Müllentsorgung und Recycling: Leipziger helfen beim Aufbau in Travnik
Leipzig Lokales Müllentsorgung und Recycling: Leipziger helfen beim Aufbau in Travnik
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12:01 30.07.2019
Die historische Altstadt von Travnik in Bosnien-Herzegowina. Quelle: Boris Stroujko
Leipzig

Schon vor mehr als 20 Jahren, als die Partnerschaft zwischen Leipzig und Travnik ins Rollen kam, wurde den Deutschen das Müllproblem an erster Stelle genannt. Einerseits galt es, ein funktionierendes Abfallsystem aufzubauen, andererseits sollte die Gebührenbelastung für die Bürger im Rahmen bleiben. Derzeit gehen die Abfälle auf eine Deponie im 30 Kilometer entfernten Zenica. Jetzt wurde in Leipzig ein zeitgemäßes Abfallwirtschaftskonzept erstellt – für vier Kommunen. Neben Travnik gehören die Nachbargemeinden Novi Travnik, Vitez und Busovaca zu den Städten des Verbundes. Die Neuaufstellung der Entsorgung wird durch das Bundesumweltministerium gefördert.

Deponie-Müll wird um 75 Prozent reduziert

Was in den Städten bislang fehlte, war eine funktionierende und umfassende Mülltrennung. Die kommt nun im Rahmen des neuen Konzeptes. Das Ziel: mehr Recycling; Restabfälle werden künftig zu einem gewissen Teil in einen Brennstoff umgewandelt. Am Ende sollen nur noch 25 Prozent des ursprünglichen Mülls auf der Deponie landen. Flankiert wird das Ganze durch eine groß angelegte Kampagne. So soll der Bevölkerung die Bedeutung von Recycling nahegebracht werden; sogar Schulen sind in die Informationsoffensive eingebunden.

Als nächstes soll ein Abwasserkonzept entstehen

Mit der Reduzierung des Restmülls sollen die Deponiekosten um 75 Prozent sinken – eine Voraussetzung für Gebührenstabilität, die Refinanzierung neuer Abfallanlagen und den Aufbau einer modernen Umweltverwaltung, wie Michael Weichert erklärt. Unter Federführung seines Unternehmens Weichert-Consult ist das Abfallwirtschaftskonzept entstanden. Weichert, der von 2004 bis 2014 für Bündnis 90/Die Grünen im Sächsischen Landtag saß, kennt sich aus in Bosnien-Herzegownia. Als Vorsitzender des Städtepartnerschaftsvereins Leipzig-Travnik war er schon etliche Male in der Partnerstadt. Vereinschef ist er zwar nicht mehr, aber immer noch im Vorstand. Außerdem ist Weichert Honorarkonsul von Bosnien-Herzegowina. Neben ihm mit im Boot ist die t&t business consulting GmbH und Co. KG, ein Unternehmen des früheren Leipziger Ordnungsbürgermeisters Holger Tschense, das jetzt die konkrete Umsetzung des Konzeptes maßgeblich steuern wird. Als wissenschaftlicher Begleiter dabei ist das Institut für Infrastruktur und Ressourcenmanagement (Infrares GmbH). Als nächstes geplant: ein Abwasserkonzept für die Region.

Von Björn Meine

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