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Lokales Nach Vandalismus: „Hüterin“ ist zurück im Leipziger Rosental
Leipzig Lokales Nach Vandalismus: „Hüterin“ ist zurück im Leipziger Rosental
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12:15 30.06.2019
Schüler der Lessingschule und prominente Gäste weihten am Samstag die Holzskulptur „Hüterin“ von Reinhard Rösler im Rosental ein. Quelle: Kempner
Leipzig

Sonnabend Abend im Rosental: Während schon tausende Leipziger zur Wiese ziehen, um sich für Klassik Airleben einen guten Platz zu sichern, findet auf dem beliebten Spielplatz noch eine kleine Feier mit hochkarätigen Gästen statt. Kinder der Lessing-Grundschule singen, der Posaunenchor der Thomaskirche spielt und mittendrin stehen Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) und Leipzigs Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke).

Ministerpräsident gehörte zu ersten Spendern

Grund ihres Besuchs war die Rückkehr der Silvester durch ein Feuer zerstörten Holzstatue auf dem Spielplatz. Kretschmer hatte vom Vandalismus an der bekannten Figur Anfang des Jahres durch die LVZ erfahren und war danach einer der ersten Privatspender, die sich für den Neuanschaffung der „Hüterin“ engagierten. Am Sonnabend war er deshalb gern der Einladung des Bürgervereins Waldstraßenviertel gefolgt und weihte die Frauenstatue beim „Funkenburgfest“ mit ein.

Der Zeitplan passte gut für ihn, anschließend schlenderte der Regierungschef bestens gelaunt mit seiner Frau Annett Hofmann auf die Wiese, um Klassik Airleben mit seinem Leipziger SPD-Regierungskollegen Dirk Panter und Sachsens Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) live zu genießen.

Klassik airleben 2019 im Leipziger Rosental am 28. Juni 2019 – Impressionen vom Freitag und vom Samstag.

Auch RB Leipzig half beim Wiederaufbau

In seiner kurzen Rede dankte Kretschmer allen großen und kleinen Spendern und lobte das bürgerschaftliche Engagement des Vereins. Dessen Chef Jörg Wildermuth freute sich über die prominente Unterstützung und verwies auch auf die große Bereitschaft der Leipziger, diese Figur wieder aufbauen zu wollen. Zu den Großspendern zählen RB Leipzig, das durch Geschäftsführer Uli Wolter vertreten war, die Sparkassenstiftung, Porsche und VNG. „Wir haben uns aber auch über die viele Privatspenden von Leipzigern gefreut“, sagte Wildermuth. Das habe gezeigt, dass die sinnlose Zerstörung viele emotional bewegt habe.

Hans-Joachim Polk, Heiko Rosenthal, Reinhard Rösler, Michael Kretschmer und Jörg Wildermuth (von links) an der Holzskulptur. Quelle: Kempner

Baumstamm ist 300 Jahre alt und 2,5 Tonnen schwer

Bevor die Statue freigegeben wurde, erklärte Künstler Reinhard Rösler wie er den 300 Jahre alten Eichenstamm (2,5 Tonnen schwer) bearbeitet hat. Beim Schaffensprozess habe er sogar noch einen Granatsplitter aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden, sagt er. Der wurde natürlich „herausoperiert“ – und so wacht die „Hüterin“ jetzt wieder in neuer Schönheit an ihrem alten Platz im Rosental. Um den letzten „Feinschliff zu erhalten, muss die Statue jedoch noch einmal kurz abgebaut werden. „Der Bombensplitter hat den Zeitplan etwas durcheinander gewirbelt“, erklärte Wildermuth.

Von André Böhmer

Julia Kwasniak treiben die typischen Sorgen einer Medizinstudentin um: Lernstress, Prüfungsangst und zu wenig Freizeit. Auf ihrem Instagram-Profil berichtet die Leipzigerin von ihrem Uni-Alltag – und erreicht damit mehr als Zehntausend Abonnenten.

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