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Lokales Nach offenem Brief: Leipziger Polizeichef will sich mit Demonstranten treffen
Leipzig Lokales Nach offenem Brief: Leipziger Polizeichef will sich mit Demonstranten treffen
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18:00 12.07.2019
Spontane Kundgebung in der Hildegardstraße in Leipzig-Volkmarsdorf, mit der eine Abschiebung verhindert werden sollte. In der Nacht eskalierte die Situation, es kam zu Krawallen und Gewalt. Quelle: Christian Neffe
Leipzig

Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ hat sich in einem offenen Brief an die Leipziger Polizei gewandt. Anlass sind die Geschehnisse vom 9. und 10. Juli im Stadtteil Volkmarsdorf, speziell in der Hildegardstraße. In dem am Freitag veröffentlichten Brief wird der Polizei das Gespräch angeboten.

„Mit Erschrecken haben wir die Eskalation der Gewalt in der Nacht wahrgenommen“, heißt es im ersten Satz. „Bei uns häufen sich die Berichte von Verletzten. Ein Umstand, bei dem wir weder zur Tagesordnung übergehen können noch wollen. Es sollte in unser aller Interesse liegen, Eskalationen zu vermeiden und alles dafür zu tun, dass es nicht zu Gewalt kommt.“

„Vertrauen in die Polizei weiter erschüttert“

Die Autoren schreiben, dass die Protestierenden ihr Grundrecht auf Demonstrationsfreiheit friedlich wahrgenommen hätten. „Wir verstehen nicht, wie es zum Ausbruch der Gewalt, mit Verletzten auf allen Seiten kommen konnte“, heißt es weiter. Ebenfalls unverständlich sei, wieso während der Demonstration am darauffolgenden Abend mehrere Menschen auf dem Otto-Runki-Platz von den Sicherheitskräften festgehalten wurden. „Aus unserer Sicht ist dies eine Maßnahme, die das Vertrauen in die Polizeiarbeit weiter erschüttert.“

Unterzeichnet wurde der offene Brief von den Leipziger Politikern Jürgen Kasek (Grüne) Irena Rudolph-Kokot (SPD), Juliane Nagel und Marco Böhme (beide Linke). Sie bieten der Polizeiführung und der Einsatzleitung zudem das Gespräch an.

Polizeipräsident Schultze sagt Gespräch zu

Die Leipziger Polizei reagierte am Freitagabend mit einer kurzen Antwort: Polizeipräsident Torsten Schultze, der nächste Woche aus dem Jahresurlaub zurückkehre, habe Kenntnis von dem Brief erhalten. „Er begrüßt das Gesprächsangebot und wird es selbstverständlich wahrnehmen“, heißt es.

In der Nacht zu Mittwoch war es in der Leipziger Hildegardstraße zu Ausschreitungen gekommen, nachdem etwa 500 Personen mit einer Blockade eine Abschiebung verhindern wollten. Mehrere Demonstranten und elf Polizisten wurden dabei verletzt. Am Mittwochabend zog eine Demo durch die Eisenbahnstraße. Es blieb friedlich, jedoch wurden 31 Anzeigen gestellt.

Von CN

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