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Lokales Naturschützer haben einen Rettungsplan für den Leipziger Auwald
Leipzig Lokales Naturschützer haben einen Rettungsplan für den Leipziger Auwald
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15:01 23.06.2019
Die Luppe zwischen Lützschena und Wahren in Leipzig. Quelle: Andre Kempner
Leipzig

Mit Kritik aber auch konkreten Vorschlägen hat die Leipziger Gruppe des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf die Veröffentlichung von Auwald-Flutungsszenarien der Landestalsperrenverwaltung reagiert. Seit Jahren forderten die Leipziger Umweltverbände, gemeinsam Szenarien zu entwickeln, die Auenrevitalisierung und Hochwasserschutz verknüpfen, erklärt Martin Hilbrecht, Vorsitzender des BUND Leipzig.

Von der jetzigen Analyse seien sie nicht überrascht. „Allerdings hätten wir uns einen zeitgemäßen und konkreteren Ansatz unter Beteiligung der Umweltverbände gewünscht und weniger Alibi-Interpretationen, die den Auenverlust vorantreiben“, meint er.

Die Naturschützer vom BUND haben Strategien entwickelt, wie der Leipziger Auwald gerettet werden kann.

BUND sieht Auenszenarien, die mit Hochwasserschutz vereinbar sind

Der BUND sei sich sicher, dass sich wirkungsvolle Auenszenarien entwickeln lassen, die mit Hochwasserschutz vereinbar sind. So sei das Staatliche Umweltfachamt Leipzig vor 20 Jahren schon weiter gewesen. „Dessen Szenario mit partiellem Deich-Rückbau stand sogar als wirtschaftliche und ökologische Vorzugsvariante im Hochwasserschutz-Konzept 2004. Offenbar wurde es auch in der aktuellen Studie nicht aufgegriffen“, heißt es in einer Erklärung des BUND.

Sein Vorschlag: „Wenn die rechtsseitigen Luppe-Deiche bis Modelwitz belassen werden, die Abflussbarriere der B186 überbrückt und Löcher in der Modellierung im Leutzscher Bereich geschlossen werden, ergibt sich ein ganz anderes Wasserausbreitungsbild. Mit Öffnung der Deiche am Binnendelta der Alten Luppe nahe Schlobachshof werden die alten Abflussbahnen der Aue reaktiviert und der Rückstau nach Süden in Richtung Gundorf reduziert.

Sportplätze und Kleingärten am Auwald mit Wällen schützen

Mit Verwallungen ließen sich beispielsweise die Sportplätze und Kleingärten am Auenrand schützen, die 2011 und 2013 unter Wasser standen. Bei gleichzeitiger Umsetzung der damals vorgeschlagenen Maßnahmen im und am Poldergebiet wäre man bei allen Hochwasser-Ereignissen gut gerüstet und hätte ökologische Vorteile“, fasst Hilbrecht die Pläne zusammen.

Insgesamt könnten so mehr als zehn Quadratkilometer Aue und ihre Gewässerstrukturen revitalisiert werden. Verglichen mit der jetzigen Steuerung der südlichen Luppe-Aue, mit Trockenhalten und schlagartiger Flutung, sei das damalige Szenario empfehlenswerter, meint er.

Von Jörg ter Vehn

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