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Lokales Neue Paketbasis: DHL sortiert die Leipziger Sendungen nun auch in der Messestadt
Leipzig Lokales Neue Paketbasis: DHL sortiert die Leipziger Sendungen nun auch in der Messestadt
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01:04 22.12.2018
Im Gewerbepark Berliner Brücke sortiert DHL nun Pakete für Leipzig. Sie werden automatisch nach Zustellbezirken geordnet und zum richtigen Beladetor befördert. Quelle: Foto: Christian Modla
Leipzig

Im Gewerbepark Berliner Brücke geht es sichtbar vorwärts. Der Logistikriese DHL hat seine neue, mechanisierte Zustellbasis für Leipzig unlängst in Betrieb genommen, bestätigt Unternehmenssprecher Mattias Persson. „Wir sind zwar noch nicht im Vollbetrieb. Aber bei dem hohen Paketaufkommen im Weihnachtsgeschäft hat der neue Standort schon sehr gute Dienste zur Unterstützung von Radefeld geleistet.“

6000 Quadratmeter große Halle

Vor Ort ist in der Tat schon viel Betrieb an der 6000 Quadratmeter großen Halle zu sehen. An ihren 72 Rampen sollen in Zukunft auch Elektro-Transporter halten, um sämtliche Pakete für das Stadtgebiet abzuliefern oder aufzunehmen.

Genaueres zu der hochmodernen Anlage mit etwa 100 Jobs will die DHL Group aber erst im Januar oder Februar – zur offiziellen Eröffnung der Leipziger Zustellbasis – verkünden, so der Pressesprecher weiter.

Weitere Zufahrtstraße gebaut

Die Betreiberfirma des Gewerbeparks konnte nicht nur diese Halle pünktlich fertigstellen, erläutert ihr Geschäftsführender Gesellschafter Christoph Fecke. „Zur Erschließung haben wir eine rund 300 Meter lange Zufahrtsstraße gebaut. Sie zweigt von der Rackwitzer Straße, also der B2 ab.“

2019 würden an dem Abzweig, der auch zum Standort des Nachbarn Lagerbox führt, noch einige bauliche Verbesserungen vorgenommen, um einen optimalen Verkehrsfluss zu gewährleisten. Durch die neue Straße gebe es nun gute Voraussetzungen für weitere Ansiedlungen im südlichen Teil des insgesamt fast zwölf Hektar umfassenden Areals. „Als nächsten Schritt werden wir eine Konzeption für zwei Bürogebäude erstellen, die neben der Steigung zur Berliner Brücke entstehen könnten.“

Bürohäuser neben Brücke geplant

Als Visitenkarte des Gewerbeparks neben der viel befahrenen Bundesstraße sollen diese Gebäude eine architektonisch ansprechende Form und Fassade erhalten, so Fecke. Hinter ihnen sei noch ein Parkhaus für die Nutzer vorgesehen.

Der Gewerbepark, welcher bekanntlich auf Abrissflächen der früheren Leipziger Wollkämmerei entstand, werde bald etwa 500 Arbeitsplätze sichern, ergänzt Reinhard Beckmann, der Eigentümervertreter vor Ort. Erst 2014 hatte die heutige Betreiberfirma – ein Unternehmen aus Rosenheim in Bayern – die Flächen von der TLG Immobilien erworben.

Der Gewerbepark Berliner Brücke füllt sich immer mehr. Noch sind aber auch große Flächen frei und zwei neue Bürohäuser geplant. Quelle: Gewerbepark Berliner Brücke

„Seitdem wurde schon für den Nordteil eine Erschließungsstraße samt Wendehammer ab der Volbedingstraße errichtet. Im nördlichen Bereich, der zu Mockau gehört, entstanden inzwischen Neubauten für das Fitnessstudio von FitX und für die Maler-Einkaufsgenossenschaft Mega. Zudem wurden die Bedingungen für den Baustoffhändler Wego sowie für den Reifenhandel und Autoservice TyreXpert verbessert.

Neubau für Handelshof und Lensspirit

Jüngster Streich im Nordteil ist eine fast 2000 Quadratmeter große, neue Halle, in die gegenwärtig der Handelshof Leipzig einzieht. Das ist ein Großhandel für Handwerker aus den Bereichen Heizung, Sanitär und Stahl – er gehört zu einer Unternehmensgruppe aus Bitterfeld.

Etwa 800 Quadratmeter in dieser Halle hat sich zudem die Firma Lensspirit, ein vielfach preisgekrönter Kontaktlinsen-Onlinehandel aus Leipzig, gesichert. Lensspirit entstand 1997 als Geschäftsidee von Swetlana Geisler-Reiche in einer Wohnküche. Heute zählt das Unternehmen 37 Beschäftigte und hat 70 000 Lagerartikel im Angebot.

Umsiedlung vom Eutritzscher Freiladebahnhof

„Voraussichtlich Ende Februar 2019 ist der Gebäudeteil für Lensspirit bezugsfertig“, sagt André Jaschke vom Leipziger Projektentwickler Enersyngy. „Dabei handelt es sich um eine erfolgreiche Umsiedlung von den Flächen des Eutritzscher Freiladebahnhofs, wo die CG Gruppe ein neues Stadtviertel errichten will.“

Das Haus für die Fitnesskette FitX (rechts) gehörte zu den ersten Neubauten auf dem Gelände der früheren Leipziger Wollkämmerei. Hinten zu sehen: die DHL-Paketbasis. Quelle: Christian Modla

Nur durch eine „kooperative Entwicklung“ gemeinsam mit der Stadt Leipzig sei der Gewerbepark an der Berliner Brücke so schnell Wirklichkeit geworden, betont Jaschke. „Dabei hat die Zusammenarbeit mit dem Amt für Umweltschutz und deren Leiterin Angelika Freifrau von Fritsch ausgezeichnet funktioniert.

Auch das Amt für Bauordnung und Denkmalpflege hat sich sehr ins Zeug gelegt, um diesen traditionsreichen Industrie- und Gewerbestandort zu neuem Leben zu erwecken.“ Im Bereich der Leipziger Innenstadt gebe es schließlich kaum noch geeignete Flächen für vergleichbare Ansiedlungen.

Maximilianallee soll Hochhaus erhalten

Zudem sei der Gewerbepark mit Straßenbahn, Bussen und einer S-Bahn-Station vor der Haustür bestens an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden, was die Umweltbelastung in Leipzig senken helfe.

Offenbar strahlt die erfolgreiche Entwicklung auch auf die Umgebung aus. So werden jetzt mehrere denkmalgeschützte Häuser im benachbarten Wohngebiet Fliederhof saniert, das zum Stadtteil Schönefeld-Abtnaundorf gehört.

Nach LVZ-Informationen plant zudem ein privater Investor den Bau eines Büro-Hochhauses an der Ecke Theresienstraße/Maximilianallee – auf der anderen Seite der Berliner Brücke.

Von Jens Rometsch

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