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Lokales Neue Studie soll 15.000 Schlaganfälle pro Jahr verhindern
Leipzig Lokales Neue Studie soll 15.000 Schlaganfälle pro Jahr verhindern
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22:04 21.11.2019
UKL-Kardiologe Prof. Rolf Wachter leitet eine große, deutschlandweite Studie zur Verhinderung von Schlaganfällen. Quelle: Stefan Straube / UKL
Leipzig

Das Uniklinikum Leipzig ist Teil einer neuen deutschlandweiten Studie zur Verhinderung von Schlaganfällen. Sie will der Frage nachgehen, ob frühentdecktes Vorhofflimmern wirklich einen weiteren Schlaganfall verhindern kann. Die Wissenschaftler vermuten, dass sich durch eine bessere Therapie von Patienten 15.000 Schlaganfälle pro Jahr verhindern ließen.

Vorhofflimmern gilt als eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen und eine der häufigsten Ursachen für Schlaganfälle, heißt es in einer Mitteilung der Uniklinik. „Problematisch ist, dass Vorhofflimmern oft nur kurzfristig und unregelmäßig auftritt und dadurch nicht entdeckt wird“, sagt Studienleiter Prof. Dr. Rolf Wachter von der Klinik und Poliklinik für Kardiologie am UKL.

Aus kleineren Studien sei bereits bekannt, dass durch eine verlängerte Untersuchung mittels EKG bei jedem siebten Patienten ein Vorhofflimmern entdeckt wird, das sonst unbemerkt geblieben wäre, erklärt der Mainzer Wissenschaftler Prof. Dr. Klaus Gröschel, der die Studie gemeinsam mit Wachter leiten wird.

Vorhofflimmern bleibt häufig unentdeckt

Dass Vorhofflimmern rechtzeitig entdeckt wird, sei nach Angaben des Wissenschaftlers besonders wichtig, denn „wir haben Medikamente, um bei diesen Patienten das Risiko für einen erneuten Schlaganfall um cirka 40 Prozent zu senken“, so Gröschel in der Mitteilung. Noch fehlt den Forschern aber der Nachweis, dass eine intensivere Suche nach Herzrhythmusstörungen auch wirklich einen erneuten Schlaganfall verhindern kann. Diese Lücke will die Studie „Find-AF 2“ nun erforschen.

4,5 Millionen Euro für die ersten drei Jahre

Sie ist mit 4,5 Millionen Euro Fördersumme eine der größten jemals geförderten Untersuchungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). In den kommenden fünf Jahren sollen rund 5000 Schlaganfallpatienten an 50 Zentren in ganz Deutschland untersucht werden die Teilnehmer entweder mit der Standarddiagnostik oder einem intensivierten und verlängerten Herzrhythmus-Monitoring versorgt. Patienten mit sehr hohem Vorhofflimmerrisiko erhalten dieses Monitoring sogar dauerhaft mit einem implantierbaren Ereignisrekorder.

Die Daten werden dann in Leipzig analysiert und deutschlandweit zur Verfügung gestellt. Mit der Fördersumme können die ersten drei Forschungsjahre finanziert werden, insgesamt soll die Studie sechs Jahre dauern.

Von ebu

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