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Lokales Neuer Campus in Leipzig soll Talente aus dem Osten fördern
Leipzig Lokales Neuer Campus in Leipzig soll Talente aus dem Osten fördern
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17:57 25.07.2019
Mitarbeiter im BMW-Werk Leipzig arbeiten an der Montage des i8. Quelle: Foto: Jan Woitas/zb/dpa
Leipzig

Die Automobilbranche ist der beliebteste Arbeitgeber von Ingenieuren und zunehmend auch von IT-Experten. Das dürfte sich in den kommenden Jahren noch verstärken. Das europäische Ingenieurs- und Technologieberatungsunternehmen AKKA mit Hauptsitz in Brüssel stellt sich darauf ein und eröffnet jetzt in Leipzig einen Campus, an dem „digitale Talente für die Autoindustrie“ gefördert werden sollen.

Akka betreibt bereits im schweizerischen Genf einen Campus, der international ausgerichtet ist, wie eine Sprecherin sagte. Der „Akkademy-Campus“ in Leipzig soll ausschließlich für den deutschen Markt Nachwuchs-Ingenieure gewinnen.

Automobilindustrie im Wandel

Die Automobilindustrie befinde sich in einem tiefgreifenden Wandel. Die führenden Unternehmen seien dabei, sich von klassischen Automobilherstellern zu Anbietern für digitale und vernetzte Mobilitätslösungen zu entwickeln. AKKAs Aufgabe sei es, diesen Paradigmenwechsel, der ein hohes Verständnis für branchenübergreifende technologische Innovationen und Herstellungsprozesse erfordert, zu begleiten. Mit dem Campus will man gezielt digitale Top-Talente fördern, so AKKA-Manager Regis Sandrin. Nach Angaben des Verbandes der Ingenieure arbeitet heute etwa jeder zehnte Ingenieur bei Automobilherstellern und Zuliefern.

Die Wahl auf Leipzig fiel nicht zufällig. Die Nähe zu den sächsischen Automobilbauern, insbesondere Porsche und BMW in Leipzig sowie Volkswagen in Zwickau sei mit ausschlaggebend gewesen. Zudem will man Absolventen der „besten Universitäten Ostdeutschlands“ ansprechen, heißt es. Da ist die Lage im Zentrum Mitteldeutschlands ebenfalls von Vorteil.

Ostdeutsche Absolventen fördern

AKKA kooperiert mit der TU Dresden. Man sei stolz, dieses Projekt „an der Schnittstellen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft“ zu unterstützen, sagte Sebastian Flößel, Leiter Transferstelle derTU Dresden. Die „Akkademy“ biete Studenten einen hervorragenden Karrierestart.

Im Fokus habe man Absolventen der Mint-Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Die Ausbildung geht über zwölf Monate und beginnt mit einem sechswöchigen Trainingsphase. Ausgebildet werden sollen am Campus pro Jahr bis zu 150 Nachwuchsingenieure ostdeutscher Unis. Untergebracht ist der Campus in der Anfangsphase in der früheren Leipziger Hauptpost auf dem Augustusplatz, dem heutigen Design Office. Langfristig plane Akka aber einen eigenen Campus, heißt es.

Von Andreas Dunte

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