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Leipzig Lokales Neuer Revierförster will Waldbesitzern helfen
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09:01 13.07.2019
Leipzigs Forstdirektor Andreas Padberg (rechts) vom Staatsbetrieb Sachsenforst hat mit Frank Dietel einen neuen Kollegen an der Seite: Der 31-Jährige leitet jetzt das Forstrevier Leipzig Ost. Quelle: André Kempner
Leipzig

Mit Frank Dietel hat der Staatsbetrieb Sachsenforst einem Mann mit Erzgebirgserfahrung die Leitung des „Reviers 12 Leipzig Ost“ anvertraut. Seit dem 1. Mai ist der 31-Jährige im Forstbezirk Leipzig zuständig für die Waldflächen in 13 Gemeinden. Das Gebiet reicht von Schkeuditz über Taucha, Rackwitz, Borsdorf, Großpösna und Naunhof bis Parthenstein. In diesem Territorium ist Dietel nun der Ansprechpartner für über 1000 private, kommunale oder kirchliche Waldbesitzer. „Ich biete den Waldbesitzern eine neutrale und kostenfreie Beratung zum Beispiel zur Waldverjüngung, Waldpflege oder zur Holznutzung sowie zu naturschutzfachlichen Fragen an. Aktuell ist der Beratungsbedarf wegen der Schadensituation in den Wälder besonders hoch“, erklärt Dietel.

Der neue Revierförster Frank Dietel. Quelle: André Kempner

Hoher Beratungsbedarf

Die Kombination aus Sturmschäden, sich wiederholender Trockenheit und daraus resultierenden, historisch hohen Borkenkäferbefall würde die Waldbesitzer vor enorme Herausforderungen stellen. Hinzu komme vielfach die Verkehrssicherungspflicht, für die der Eigentümer zuständig ist. Damit nicht genug. Die „Zwangsnutzung“ des geschädigten Holzes geschehe in einem derzeit gesättigten Markt bei schlechten Absatzmöglichkeiten. Oft seien die Waldflächen nur anderthalb Hektar klein, sodass die Schäden teilweise zu einem Totalverlust führten – und damit zur Vernichtung des geplanten Bau- oder Brennholzvorrates. Generell seien die kleinen, teils schwer zugänglichen Flächen schwer zu bewirtschaften. „Auch dabei kann der Forstbezirk auf Wunsch mit Leistungen helfen, dies geschieht dann aber auf vertraglicher Basis“, ergänzt Forstdirektor Andreas Padberg.

Wie hoch der Beratungsbedarf ist, zeigt laut Forstdirektor Padberg auch diese Tatsache: „Wir haben bereits 900 Beratungsgespräche mit rund 500 Waldbesitzern geführt.“ Und rund 130 Verträge hätte der Forstbezirk Leipzig bereits mit Waldeigentümern abgeschlossen, um ihnen mit Leistungen bei der Waldpflege zu helfen. Bezüglich der Betreuung des Revieres Leipzig Ost freut sich Padberg, dass er für diese „menschlich, territorial und fachlich anspruchsvolle Aufgabe“ wie auch in den anderen vier Betreuungswaldrevieren im Forstbezirk einen „kompetenten und leistungsfähigen Kollegen“ gefunden hat.

Leipzigs Forstdirektor Andreas Padberg (rechts) vom Staatsbetrieb Sachsenforst hat mit Frank Dietel einen neuen Kollegen an der Seite: Der 31-Jährige leitet jetzt das Forstrevier Leipzig Ost. Quelle: André Kempner

Blick nach vorn richten

Dietel, der vor seiner Anstellung in Leipzig im erzgebirgischen Forstbezirk Neudorf am Fuße des Fichtelberges beschäftigt war, empfiehlt aber trotz der angespannten Situation, den Blick nach vorn zu richten. „Die Besitzer wollen wissen, wie es weiter gehen soll. Manche Fläche muss nun vorzeitig verjüngt werden. Ich unterstütze dann zum Beispiel bei der Baumartenwahl, eventuell gibt es Alternativen aus anderen Regionen“, so Dietel. Nadelgehölze würden jetzt vielfach durch Eichen und Mischbaumarten ersetzt. Im Herbst plant Dietel diesbezüglich eine Schulung, Interessenten könnten sich jederzeit an ihn wenden und sich auch schon anmelden.

Kontakt: Forstbezirk Leipzig, Revier 12, Leipzig Ost – Heilemannstraße 1 in Leipzig, Telefon 0341 8608013 oder 0170 9223846, E-Mail: Frank.Dietel@smul.sachsen.de

Von Olaf Barth

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