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Lokales Neues Zentrum für Transplantationsmedizin in Leipzig eröffnet
Leipzig Lokales Neues Zentrum für Transplantationsmedizin in Leipzig eröffnet
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11:19 07.01.2018
In der Gewebebank Mecklenburg-Vorpommern zeigt Mitarbeiterin Carmen Hohmann eine präparierte Hornhaut eines Auges. (Archivfoto) Quelle: dpa
Leipzig

Am Diakonissenkrankenhaus ist zum Jahresanfang eine Außenstelle der Gesellschaft für Transplantationsmedizin (GTM-V) eröffnet worden. Die Klinik in Leipzig-Lindenau ist inzwischen der 19. Kooperationspartner der gemeinnützigen Gesellschaft, welche in erster Linie für Spenden von Gewebetransplanten wirbt und diese an Patienten vermittelt. Die ursprünglich aus Rostock stammende Organisation hofft durch die Erweiterung in die Messestadt analog zur nordöstlichen Region auch hier ein Kompetenznetzwerk für Gewebemedizin aufbauen zu können.

Ziel sei der Abbau von Wartezeiten für Patienten, die auf lebenswichtige Gewebetransplantate hoffen. „Hintergrund ist die steigende Nachfrage von Transplantationszentren aus der Region“, erklärte der ärztliche Geschäftsführer Frank-Peter Nitschke am Samstag. Bei Transplantationen gehe es auch um eine schnelle Verfügbarkeit und um die Vermeidung unnötiger Transporte. Am neuen Standort im Leipziger Diakonissenkrankenhaus soll nun ein eigenes Entnahmeteam aufgebaut und „das Netzwerk Schritt für Schritt erweitert werden. Dafür liegen uns schon mehrere Anfragen, unter anderem von Uniklinika vor. Auch deshalb sind kurze Wege sinnvoll“, so Nitschke weiter.

Netzwerk konnte 2017 mehr als 2000 Patienten helfen

Im vergangenen Jahr waren bei der Gesellschaft für Transplantationsmedizin 2233 Spendermeldungen für Gewebetransplante eingegangen, mehr als 2000 Patienten konnte damit geholfen werden, hieß es. 1.400 Gespräche mit Familienangehörigen von Verstorbenen seien geführt worden, 43 Prozent hätten einer Entnahme zugestimmt.

Vor allem im Bereich von Augenhornhäuten sei die Spendenbereitschaft gestiegen. In der Gewebebank Mecklenburg-Vorpommern seien 1100 Augenhornhäute aufbereitet worden – eine Steigerung um mehr als 80 Prozent. „Bei einem jährlichen Bedarf von ca. 8.000 Augenhornhäuten deckt die Rostocker Gewebebank inzwischen etwa zehn Prozent der bundesweiten Nachfrage“, teilte die GTM-V mit. Darüber hinaus seien 2017 auch 202 Herzklappen und Blutgefäße für kardiologische Patienten sowie mehr als 1000 Knochengewebe-Präparate entnommen und vermittelt worden.

„Für das kommende Jahr erwarten wir unter anderem die Erlaubnis für die Umsetzung einer Lebendspende“, so der ärztliche GTM-V-Geschäftsführer Nitschke. Aus der Plazenta von Frauen, die mit geplantem Kaiserschnitt Kinder zur Welt gebracht haben, soll Amnion gewonnen werden, das in der Augenheilkunde verwendet werde.

https://www.gtm-v.de/

Von Matthias Puppe

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