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Lokales Neun nützliche Tipps zum Umgang mit Bienen und Wespen im Sommer
Leipzig Lokales Neun nützliche Tipps zum Umgang mit Bienen und Wespen im Sommer
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16:01 17.07.2018
Eine Wespe beim Naschen am Erdbeerbrötchen. Quelle: dpa
Leipzig

Bienen und Wespen gehören zum Sommer dazu – sind vor allem für Kinder und Allergiker auf der Wiese oder am Badesee aber oftmals ein Graus. Wie man den mindestens schmerzhaften Stichen der Insekten vorbeugt, dazu hat Professorin Regina Treudler, Dermatologin und Leiterin des Interdisziplinären Allergiecentrums LICA am Universitätsklinikum Leipzig, einige Tipps.

Bleiben Sie cool

Viele Menschen reagieren panisch, wenn sie von einer Wespe umschwirrt werden. Aber dieses Verhalten ist kontraproduktiv: Hektische Bewegungen oder gar ein Anpusten der Insekten machen die Tiere erst recht aggressiv. Bewahren Sie deshalb Ruhe und bewegen Sie sich langsam.

Tragen Sie helle Kleidung

Im Freibad möchten sich viele Menschen auch einfach mal sonnen. Doch wer auf Nummer sicher geht, zieht sich nach der Abkühlung klassische Sommerkleidung über: hell, leicht und eher eng anliegend. Bunte Farben ziehen Insekten an. Und in weiten Kleidern verfangen sie sich leicht. Nebenbei sind Textilien ein guter Schutz gegen gefährliche UV-Strahlen - stark gebräunte Haut ist ja inzwischen ohnehin aus der Mode geraten.

Verzichten Sie auf Parfüm

Benutzen Sie keine Sonnencreme mit intensiven Duftstoffen. Gleiches gilt für Parfüms, Deodorants und Haarspray. Der Grund: Insekten werden von intensiven Düften angezogen.

Laufen Sie nicht barfuß

Im Freibad läuft man gern barfuß über die Wiese bis zum Schwimmbecken. Besser ist es jedoch, Schuhe mit einer fest anliegenden Sohle zu tragen, da sich Bienen häufig in Bodennähe aufhalten, um Nektar zu sammeln. Wer aus Versehen auf eine Biene tritt, wird häufig auch gestochen, da sich das Insekt so verteidigt.

Trinken Sie mit einem Strohhalm

Wespen lieben zuckerhaltige Getränke und setzen sich gern in Trinkgläser oder an unverschlossene Flaschen. Versehentlich eine Wespe zu verschlucken, kann sehr gefährlich werden - ein Stich in den Mund oder in den Hals ist sogar lebensbedrohlich. Deshalb unbedingt beachten: Trinkgefäße stets verschlossen halten und am besten mit einem Strohhalm trinken.

Seien Sie achtsam beim Essen

Ob kleiner Snack oder großes Picknick: Decken Sie Speisen ab und schauen Sie immer genau hin, was Sie essen.

Halten Sie Ihr Handy und Ihre Notfallmedikation griffbereit

Treten im Fall eines Insektenstichs auffällige körperliche Reaktionen wie Kurzatmigkeit, Hautausschlag oder Übelkeit auf, sollte umgehend der Notarzt gerufen werden. Es empfiehlt sich daher, das Handy mit sich zu führen. Allergiker sollten ihre Notfallmedikation stets dabei haben.

Klären Sie Ihre Freunde und Bekannten auf

Menschen, die bereits von ihrer Insektengiftallergie wissen, sollten ihr Umfeld über die Allergie und notwendige Hilfsmaßnahmen aufklären. So wissen diese, was im Notfall zu tun ist.

Lassen Sie sich als Allergiker impfen

Eine Allergie-Impfung mit Insektengift bietet Allergikern wirkungsvollen Schutz vor einem potenziell lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock. Die sogenannte spezifische Immuntherapie (SIT) wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausdrücklich empfohlen.

Weitere Informationen zur Feststellung und Behandlung von Insektengiftallergien unter www.initiative-insektengift.de. Die Initiative Insektengiftallergie bietet Patienten, Angehörigen und Interessierten Informationen rund um Allergien auf Stiche von Wespen, Bienen, Hornissen und Hummeln. Ziel der Initiative ist die Aufklärung der Bevölkerung über die Gefahren von Insektenstichen, die Auslöser sowie die Behandlung der daraus resultierenden Allergie.

Von LVZ

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