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Lokales Niels Gormsen soll ins Stadtbild zurückkehren
Leipzig Lokales Niels Gormsen soll ins Stadtbild zurückkehren
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06:01 09.01.2019
Die Tage von „Lurgensteins Steg“ könnten gezählt sein. Denn Vereine und Politiker machen sich dafür stark, ihn in „Niels-Gormsen-Ufer“ umzugestalten. Quelle: Foto: André Kempner
Leipzig

Leipzigs verstorbener Bau-Bürgermeister Niels Gormsen soll ins Leipziger Stadtbild zurückkehren. Das will zumindest seine Witwe Hella Gormsen. Sie hat jetzt einen „Jahresbrief“ an Freunde und Bekannte ihres verstorbenen Mannes verschickt, in dem sie die Frage aufwirft, was künftig an Niels Gormsen und seine Verdienste bei der Rettung der Leipziger Stadtsubstanz erinnern soll.

Fünf Leipziger Vereine engagieren sich

In dem mehrseitigen Schreiben regt sie an, den jetzigen „Lurgensteins Steg“ entlang des Pleißemühlgrabens von der Otto-Schill-Straße bis zur Rudolphstraße in „Niels-Gormsen-Ufer“ umzubenennen. „Das ist besonders passend, weil Niels als Vorsitzender des Vereins ,Neue Ufer’ maßgeblich an der Freilegung der Pleiße beteiligt war“, argumentiert die Witwe. Außerdem habe er an der Pleiße ge­wohnt und auf der Terrasse vom einstigen „Café Paul“ regelrecht residiert. „Ich habe vor, die Umbenennung im einigen Wochen im Amt für Statistik und Wahlen zu beantragen“, bekräftigte Hella Gormsen am Dienstag auf LVZ-Anfrage. Die­sen An­trag würden auch fünf Leipziger Vereinen mittragen. „Neben dem Verein Neue Ufer wollen mich unter anderem der Bürgerverein Kolonnadenviertel und der Architektenverein unterstützen“, so Hella Gormsen. Auch Stadtrat Sieg­fried Schlegel von der Linkpartei stehe hinter diesem Plan, ebenso der ehemalige Landtagsabgeordnete Michael Weichert (Grüne). „Es kann sein, dass es Zeit und Kraft kosten wird, diese Umbenennung zu realisieren, aber ich ge­be nicht auf“, kündigte die Witwe an. Denkbar sei auch eine Unterschriften­samm­lung, um dem Umbenennungsantrag Nachdruck zu verleihen.

Über 4000 Euro für „Schwimmende Gärten“

Ein Erfolg sei auch die Spendenaktion für die Blumenboote geworden, die im Pleißemühlgraben an der Otto-Schill-Straße schwimmen. Bei der Trauerfeier für ihren Ehemann seien Spenden über 4000 Euro für die Neugestaltung dieser „Schwimmenden Gärten“ eingegangen, die wahrscheinlich noch aufgestockt werden. Die Neugestaltung der Boote erfolge in Zu­sam­menarbeit mit dem Verein „Neue Ufer“, der auch noch eine Gedenktafel am Geländer des Plei­ßemühlgrabens anbringen will, die an den ehemaligen Stadtbaurat erinnern soll. Im Frühjahr will die Witwe noch einen Baum für Niels Gormsen setzen lassen oder für einen bereits vorhandenen Baum die Patenschaft über­nehmen. „Vielleicht gibt’s dann eine ,Niels-Gormsen-Eiche’ in unserem Wohngebiet“, schreibt sie.

Von Andreas Tappert

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