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Lokales Nikolaikirche begeht in Leipzig Gedenktag für Armenier
Leipzig Lokales Nikolaikirche begeht in Leipzig Gedenktag für Armenier
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19:13 15.04.2019
Abschließender Gang nach dem Friedensgebet: der armenische Priester Ter Sahak Sahakyan (v.l.), Armeniens Botschafter Ashot Smbatyan und Pfarrer Bernhard Stief führen die Mahnwache auf dem Nikolaikirchhof an. Quelle: Foto: Dirk Knofe
Leipzig

„Erinnerungen haben kein Verfallsdatum.“ Ein Satz des armenischen Botschafters Ashot Smbatyan, der am Montagabend in der Nikolaikirche nachhallte. Zusammen mit der Nikolaikirchengemeinde und der Armenischen Kulturgemeinde der Stadt erinnerte er an den Genozid an seinen Landsleuten. Am 24. April begehen die Armenier den inzwischen 104. Jahrestag des Völkermordes – ein Tag, der als Auftakt der Gräueltaten in die Historie einging. Die armenische Gemeinde der Messestadt gedenkt und erinnert schon seit vielen Jahren im Zuge der Karwoche.

Gegen das Vergessen und für die Anerkennung

Deportation, Vertreibung, Mord. In den Jahren 1915 und 1916 töteten Soldaten des Osmanischen Reiches systematisch mehr als 1,5 Millionen Armenier. „Ein Mord an Menschen, die das Land mit aufgebaut und Kultur und Gesellschaft beeinflusst haben“, erinnert Pfarrer Bernhard Stief in seiner Ansprache. Das Friedensgebet ist immer wieder durchsetzt von Beiträgen des armenischen Kulturvereins – Gedichte, Fürbitten und Gebete in Landessprache. Es ist eine Veranstaltung gegen das Vergessen und für „die Anerkennung historischer Tatsachen“, so führt es der armenische Botschafter aus. Er spricht über die Wichtigkeit der Armenien-Resolution des deutschen Bundestages 2016 und die Leugnung des Genozids durch die Türken. „Es geht nicht um die Schuld der Türken, die Täter von einst leben nicht mehr. Es geht darum, dass wir unsere Konsequenzen und Lehren daraus ziehen.“ Und dafür müsse man die historische Schuld akzeptieren.

Von Lisa Schliep

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