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Lokales Noble historische Karossen erobern Leipzig und die Region
Leipzig Lokales Noble historische Karossen erobern Leipzig und die Region
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16:10 18.06.2019
Gábor Fehér (l.) und Friedrich C. Bayer vom Organisationsteam freuen sich nach monatelanger Vorbereitung jetzt auf den Start der 7. Leipziger European Auto Classic. Quelle: Olaf Barth
Leipzig

Es ist geschafft, alle Genehmigungen sind in Sack und Tüten, die Touren sind ausgearbeitet, die Lokale und Unterkünfte gebucht – nach monatelangen, teils nervenaufreibenden Absprachen mit Behörden und Polizei fiebern die Organisatoren der „7th European Auto Classic Leipzig“ nun dem Start entgehen. Alle zwei Jahre veranstalten sie diese Oldtimer-Rallye. Am Donnerstag, 20. Juni, treffen sich auf dem Augustusplatz rund 70 historische, edle Fahrzeuge von 31 verschiedenen Automarken zum ersten Rallye-Tag, der sie über Naunhof und Oelzschau bis ins Rittergut nach Dreiskau-Muckern führen wird.

Werbung für die Messestadt

Bereits ab 10 Uhr werden die Fahrzeuge präsentiert, ehe 17 Uhr der Start mit Einzelvorstellung erfolgt. Vorher überprüft die Dekra hier alle Fahrzeuge auf Sicherheit und Funktionstüchtigkeit. Autofreunden werden beim Anblick der teils seltenen Wagen BMW 319/1 von 1935 oder dem Jaguar D-Type Lycore von 1955 die Herzen höher schlagen. Die Starter kommen aus Deutschland, Holland, der Schweiz, Österreich und den USA. „Wir holen die Oldtimer als Mittel zum Zweck nach Leipzig. Vor allem geht es uns darum, für die Stadt und die Region zu werben, etwas für sie zu tun“, sagt Organisationschef Friedrich C. Bayer. Nach 25 Jahren in der Messestadt bezeichnet sich der Ex-Hamburger als „alter Leipziger“, der vor allem eins nicht leiden kann: „Wenn es in Westdeutschland immer noch Vorbehalte gegen den Osten gibt, man graue Städte erwartet, obwohl man noch nie hier war. Wir holen die Leute her – und bisher war noch jeder begeistert von Leipzig und dem Umland.“

Inzwischen wären viele schon mehrfach hier gewesen, auch mit den Kindern, und das sei das Ziel der Übung. Zumal man ja selbst auch junge Menschen für die Oldtimer begeistern will, um so für Nachwuchs in der Szene zu sorgen. Autoverrückt und leidenschaftlicher Oldtimer-Liebhaber sei er auf jeden Fall, sagt Bayer. Und das verbindet den 77-jährigen ehemaligen Versicherungskaufmann mit dem Leipziger Oldtimer-Fan Gábor Fehér. Der fährt nicht nur richtige Oldtimer-Rallyes wie jüngst die Histo Monte mit, sondern kümmert sich nun selbst im zehnköpfigen Organisatoren-Team unter anderem um die Durchfahrtskontrollen, Wertungsprüfungen und Zeiten der Teilnehmer. „Es gibt Strafpunkte, aber alles ist etwas abgeschwächter, da hier auch der touristische Aspekt im Vordergrund steht. Pokale und Prämien gibt es dennoch für die Besten“, sagt der 55-Jährige.

Großes Oldtimer-Treffen am Sonnabend

Am Freitag führt die Tour von Schkeuditz über Naumburg, Jena, Schloss Moritzburg bis in den Leipziger Zoo. Und am Sonnabend darf die Rallye von 9 bis 11 Uhr am Rondell im Clara-Zetkin-Park gestartet werden. Auf der Seepromenade Zwenkau präsentieren sich die automobilen Klassiker, ehe es weiter nach Altenburg, Kohren-Salis und zurück zum Augustusplatz nach Leipzig geht. Dort treffen sich die Fahrer der edlen Karossen dann ab 15 Uhr alle zum Abschlussbild vor der Oper. Gleichzeitig fahren vor dem Gewandhaus circa 150 Oldtimer der Schrauber- und Bastler-Szene aus Leipzig und Umgebung auf. Sie stellen ihre vielleicht nicht ganz so teuren, aber nicht minder exquisiten Exponate den Hochglanz-Autoträumen gegenüber und erweisen ihnen ihre Referenz. Mehr unter www.leipzig-classic.eu.

Von Olaf Barth

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