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Lokales OBM Jung will frühestens im Sommer über erneute Kandidatur entscheiden
Leipzig Lokales OBM Jung will frühestens im Sommer über erneute Kandidatur entscheiden
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18:42 07.03.2019
Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) an seinem 61. Geburtstag im Neuen Rathaus. Quelle: André Kempner
Leipzig

Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) hat am Donnerstag seinen 61. Geburtstag begangen – an einem ganz normalen Arbeitstag. Dennoch kamen etliche Gratulanten ins Neue Rathaus. Mit der LVZ sprach er dabei über Privates, Dienstliches und seine beruflichen Pläne.

Glückwunsch zum Geburtstag! Kurz nach Weihnachten sind Sie zum fünften Mal Vater geworden. Wie lange schlafen Sie zurzeit?

Letzte Nacht ist etwas Tolles passiert. Unsere Tochter hat zum ersten Mal sechs Stunden am Stück geschlafen – ganz selig und ruhig. Ein schöneres Geburtstagsgeschenk könnte ich mir nicht vorstellen.

Inzwischen nehmen viele Väter einige Monate frei vom Job. Wäre die Elternzeit eine Option für Sie?

Das klingt natürlich verlockend, ich habe auch gründlich darüber nachgedacht. Mit dem Amt des Oberbürgermeisters einer sich so schnell entwickelnden Stadt ist die Elternzeit aus meiner Sicht aber nicht gut vereinbar. Die entsprechenden Regelungen sind ja auch später noch nutzbar, wenn die Kinder größer sind. Und man soll bekanntlich nie niemals sagen.

Sie sind jetzt seit 13 Jahren Oberbürgermeister von Leipzig, im März 2020 endet die aktuelle Amtszeit. Könnte das heute Ihr letzter Geburtstag im Rathaus sein?

Die Frage, ob ich mich noch mal um eine weitere Amtszeit bewerbe, ist berechtigt. Doch diese Entscheidung möchte ich mit aller gebotenen Sorgfalt treffen. Ich habe mir vorgenommen, in diesem Sommer dazu wichtige Gespräche zu führen, will auch die Ferien nutzen, um darüber mit etwas Abstand nachzudenken. Wann die Entscheidung fällt, kann ich Ihnen heute deshalb noch nicht sagen. Auf jeden Fall sind die jüngsten Spekulationen, ich hätte schon einen anderen Arbeitsplatz im Blick, absolut falsch. Ich weiß nicht, wer so etwas verbreitet und warum er das tut.

Vielleicht hängt das mit den Kommunalwahlen im Mai zusammen? Zuletzt schien es so, als ob Sie sich nun wieder stärker für den SPD-Stadtverband ins Zeug legen.

Ich war schon immer auch für die Leipziger SPD engagiert und bei fast jedem Parteitag dabei. Aber ich freue mich natürlich, dass sich der Stadtverband jetzt wieder besser gefunden und neue Ziele gesteckt hat. In den letzten sechs Wochen vor einer Kommunalwahl dürfen Bürgermeister nur noch als Privatperson für ihre Partei werben. Anders als der Ministerpräsident oder die Minister vor einer Landtagswahl – da gilt das nicht. Ich werde das in meiner Funktion selbstverständlich beachten.

Von Jens Rometsch

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