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Lokales Arbeiten am Leipziger Elstermühlgraben gestartet – Fluss wird freigelegt
Leipzig Lokales Arbeiten am Leipziger Elstermühlgraben gestartet – Fluss wird freigelegt
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11:11 01.08.2016
An der Thomasiusstraße entsteht bald die neue Funkenburgbrücke.
An der Thomasiusstraße entsteht bald die neue Funkenburgbrücke.   Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

 An der Thomasiusstraße wirbeln jetzt die Bagger. Große Röhrenelemente aus Beton sowie lange orangene Leitungen wurden dort abgelegt. „Wir schaffen Baufreiheit für die weitere Öffnung des Elstermühlgrabens – zwischen Thomasius- und Lessingstraße“, erklärt Katja Gläss, Sprecherin der Leipziger Wasserwerke. „Dafür werden jeweils 60 Meter Trink- und Schmutzwasserleitungen in eine andere Trassenführung gebracht.“

Wo die Stränge bislang verliefen, sollen im Anschluss Bohrpfahlwände für die neuen Ufermauern entstehen. Diese nehmen im Norden die historische Linie des – zu DDR-Zeiten verrohrten – Elstermühlgrabens wieder auf. An der Südseite gibt es eine Verschiebung, damit die künftige Betonrinne bei Hochwasserlagen deutlich mehr Durchlass gewährleisten kann.

85 Meter lang und 7,50 Meter breit – das sind die Maße des geplanten Flusslaufs. Ursprünglich sollte er losgelöst von der neuen Funkenburgbrücke (im Zuge der Thomasiusstraße) entstehen. Doch in diesem Frühjahr beschloss der Stadtrat, beides gleichzeitig anzupacken, um Kosten zu sparen. Diese werden nun auf insgesamt 5,1 Millionen Euro veranschlagt, so Rüdiger Dittmar, Leiter des Amtes für Stadtgrün und Gewässer. „Beide Vorhaben fördert der Freistaat mit 75 Prozent.“

Die Gestaltung der Uferwände mit Naturstein lehne sich an den Nachbarbereich zwischen Goerdelerring und Thomasiusstraße an, der 2007 als erster Abschnitt fertiggestellt worden war. Mittlerweile folgten die Bereiche von der Schreber- bis zur Friedrich-Ebert-Straße (2010) sowie von der Friedrich-Ebert- bis zur Elsterstraße (2015). Der Wasserbau am nunmehr vierten Abschnitt soll von Oktober 2016 bis November 2017 dauern. Für den Zeitraum 2018 bis 2021 ist der letzte Bereich vorgesehen: die 170 Meter zwischen der Elster- und Lessingstraße, die durch den Bau von gleich zwei Brücken ziemlich teuer werden. Erst danach erhalten Paddler am bereits funktionstüchtigen Schreberwehr (nahe dem Stadthafen-Areal) freie Fahrt in Richtung City, sagte der Amtsleiter. Im aktuellen Abschnitt werde ein Teil des Fuß- und Radwegs aus Platzgründen als „aufgeständerter Kragweg“ über das Wasser geführt. Die vorhandene Grünanlage an der Thomasiusstraße 4 erhalte eine neue Gestaltung: samt mehr Bäumen und einer Riesenschlange als Sitz- und Spielanlage.

Von Jens Rometsch

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