Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Ökofete lockt viele Leipziger zum Abschluss der Umwelttage
Leipzig Lokales Ökofete lockt viele Leipziger zum Abschluss der Umwelttage
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:55 24.06.2018
Tim Görlitz und Konstantin Koark (von links) nehmen bei der Ökofete mit ihren selbst gebauten Solarfahrzeugen am Rennen teil. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Vegane Bücher aus Graspapier, ein für die antarktischen Gewässer werbender Grrenpeace-Pinguin, ein ökologischer Siebdruck-Workshop mit fair gehandelten ökologischen Textilien, ein Solarmodellwettbewerb für Kinder und Jugendliche – das klingt nach Ökofete. Menschen zuhauf drängelten sich am Sonntag wieder trotz des Regens entlang der 150 Stände durch den Clara-Zetkin-Park, um sich bei der Ökofete Nr. 29 über aktuelle Trends rund um Umwelt-, Naturschutz und Nachhaltigkeit zu informieren, Bio-Köstlichkeiten und Veganes zu probieren, einfach ein Schwätzchen zu halten.

Plattform für grünes Engagement

„Die Ökofete ist eine Plattform für das grüne Engagement in und um Leipzig“, betonte Nico Singer, Geschäftsführer des Umweltbundes Ökolöwe, der zum Abschluss der Umwelttage erneut zu diesem größten Umweltfest Mitteldeutschlands eingeladen hatte. „Es ist wieder gelungen, den Ökostandard bei allen Händlern zu verbessern. Auch bei der Gastronomie, die in den Vorjahren noch unser Sorgenkind war.“ Viele haben jetzt – unabhängig von der Ökofete – auf Bio-Catering und nachhaltige Produkte umgestellt. So bestehen die Trinkbecher beispielsweise längst nicht mehr aus Plaste, vielmehr aus Biomaisstärke.

Viele Leipziger Unternehmen sind dabei

Auch Unternehmen wie die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) nutzten die Ökofete, um sich als nachhaltig wirtschaftendes und umweltfreundliches Unternehmen zu präsentieren. Der LWB-Hausmeisterservice betreut in Leipzig immerhin mehr als 700 000 Quadratmeter Rasenfläche, über 12 000 Gehölze und 227 Spielplätze, wie Sprecherin Samira Sachse betont. „Wir verschenken Kräuter und Blumen, damit Fensterbank und Balkon zum Pflanzort werden“, sagte sie. Die Arbeitsgruppe Abfall des Ökolöwen warb derweil gemeinsam mit der Stadtreinigung für die richtige Entsorgung von Altmedikamenten. Dem Ökolöwen ist es wichtig, Leipziger Firmen ins Boot zu holen, die wie die Stadt Leipzig und die Leipziger Gruppe das Fest auch finanziell fördern und damit ermöglichen. „Ich finde wichtig, dass es Vereine wie den Ökolöwen gibt“, betonte Ulf Middelberg, Geschäftsführer der LVV. „Wir sind uns zwar nicht immer einig und haben oft unterschiedliche Perspektiven. Doch Demokratie lebt von Kompromissen.“

Protest gegen Kiesabbau und Krillfischerei

Bei der Ökofete wurde auch protestiert. So sammelte eine Bürgerinitiative Unterschriften gegen den geplanten Kiesabbau auf 47 Hektar in Nachbarschaft der Wohnsiedlung: „Wir wollen das verhindern, zumal laut Entwurf des Regionalplans auf der Fläche Wald entstehen soll und ein Teil Boden mit besonderer Filter- und Pufferfunktion ist“, so Conny Kluth von der Initiative Rückmarsdorf.

Das Symboltier der Antarktis ist mit Countdown-Uhr ebenfalls im Zetkinpark, um auf den notwendigen Schutz der antarktischen Gewässer hinzuweisen. Greenpeace-Ehrenamtliche haben eine 3,50 Meter große Pinguinfigur mit Küken und einem großen Zeitmesser aufgestellt. Damit wollen sie über die Gefährdung des Südpolarmeeres durch Fischerei und Klimawandel hinweisen. “Neben dem Klimawandel ist besonders die Krillfischerei eine Bedrohung für das marine Ökosystem“, so Sprecherin Susanne Triesch. Durch den fortschreitenden Klimawandel würden die antarktischen Eismassen schmelzen. „Fangschiffe dringen immer tiefer in die südpolaren Gewässer vor und fischen Pinguinen, Walen und Robben ihre Nahrungsgrundlage weg.“

Von Mathias Orbeck

An der eher kleinen Querstraße in Leipzig wird derzeit mehr gebaut als irgendwo sonst in der Messestadt. Hunderte Wohnungen, fünf Hotels und viele Gewerbeflächen sind geplant – zeigt unser Überblick.

27.06.2018

Ein scheinbar einfaches Anliegen war am Ende doch nicht so simpel: Für mehr Sicherheit in ihrer Straße wollte Nadine Nowak aus Leipzig mit Plakaten sorgen. Die Stadt machte ihr einen Strich durch die Rechnung.

27.06.2018

Es ging um alles für die DFB-Elf, das war auch den Fußballfans in der Messestadt klar. Gemeinsam drückten sie dem Team von Joachim Löw die Daumen.

24.06.2018