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Lokales Offener Brief der Leipziger CDU an Annegret Kramp-Karrenbauer im Wortlaut
Leipzig Lokales Offener Brief der Leipziger CDU an Annegret Kramp-Karrenbauer im Wortlaut
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12:52 21.06.2019
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Leipzig

Der Brief ist von zehn Größen der Leipziger CDU unterzeichnet und kritisiert auf fünf Seiten die Politik der Union. Im Mittelpunkt stehen die Lebensverhältnisse in Ostdeutschland. „Zwischen Ost und West verlaufen besonders offenkundige Trennlinien“, heißt es in dem Schreiben. Die Autoren aus der Messestadt wenden sich damit an Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer.

Die Unterzeichner bemängeln, dass ostdeutsche Erfahrungen und Überzeugungen heute abqualifiziert und zum Teil mit überheblicher Selbstgewissheit abgelehnt würden. Von der CDU-Vorsitzenden fordern sie, „diese Realitäten in ihre politischen Schlussfolgerungen einfließen zu lassen“.

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Brief von Leipziger CDU-Mitgliedern an Annegret Kramp-Karrenbauer (1 MB)

Die Leipziger CDU-Mitglieder verlangen zudem, alte Feindbilder aufzugeben und nennen als Beispiel den Umgang mit Russland. „Wenn Sie, sehr geehrte Frau Vorsitzende, ihre familiären Erfahrungen zum Maßstab des deutsch-amerikanischen Verhältnisses machen, muss dies im gleichen Maße für ostdeutsche Biografien gelten“, steht in dem Brief.

Viele Ostdeutsche fühlten sich vernachlässigt, abgehängt, missverstanden und benachteiligt. Die Skepsis gegenüber der Union sei enorm gestiegen. Deshalb fordern die Autoren eine inhaltliche und strategische Kursänderung der Partei.

Weitere Themen in dem Schreiben am Kramp-Karrenbauer sind die Euro- und Flüchtlingskrise, die Energie- und Klimapolitik und der Umgang mit sozialen Medien.

Mit Blick auf die anstehende Landtagswahl erwarten die Leipziger Unionsmitglieder ein klares Zeichen der Bundes-CDU.