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Lokales „Parade der Unsichtbaren“ will gegen 1000-Jahr-Feier in Leipzig protestieren
Leipzig Lokales „Parade der Unsichtbaren“ will gegen 1000-Jahr-Feier in Leipzig protestieren
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10:12 29.05.2015
Das Plakat zur "Parade der Unsichtbaren" erinnert in Gestaltung und Farbgebung an die offiziellen Werbeplakate der Kommune für das Festjahr 2015. Quelle: Parade der Unsichtbaren
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Leipzig

Bei diesem theatralischen Festumzug sollen sich Skulpturen per Sternmarsch aus verschiedenen Stadtteilen ins Zentrum bewegen. Fünf politische Initiativen Leipzigs wollen allerdings gegen die Feierei und den Umzug protestieren, mit einer Demonstration an die vermeintliche Kehrseite der rasanten Stadtentwicklung erinnern.  

Wie es in einem Aufruf zur „Parade der Unsichtbaren“ heißt, wollen sich die Beteiligten am 30. Mai „selbst als unsere eigene Skulptur die städtischen Ausschlusserfahrungen auf die Straße tragen und der offiziellen Erzählung der Stadt widersprechen.“ Statt die Ersterwähnung der Stadt mit einem monatelangen Festakt zu zelebrieren, sollte die Messestadt stattdessen ihre vielseitigen Probleme bewältigen. „Die Mieten steigen in Leipzig mittlerweile schneller, als das Realeinkommen wächst“, heißt es im Aufruf.  

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Die Initiatoren monieren darüber hinaus, dass „Bewohner sogenannter Problemviertel“ durch Videoüberwachung belästigt würden und die viel zitierte Weltoffenheit Leipzigs durch den Ausschluss der Asylsuchenden am Stadtrand getrübt wird. „Auch all die Prekären, Arbeitslosen und alternativen Freaks werden sich das Leipzig der Zukunft nicht mehr leisten können. Klar, noch lebt es sich hier gut, aber die Entwicklungen in anderen Städten zeigen wie der urbane Raum brav getrennt werden kann in arm und reich, weiß und migrantisch, kultureller Avantgarde und Tristesse“, so die Begründung zur „Parade der Unsichtbaren“.  

Der Aufzug soll um 16 Uhr beginnen. Folgende Route hat die Stadt genehmigt: 

Rabet → Neustädter Straße → Eisenbahnstraße → Rosa-Luxemburg-Straße → Wintergartenstraße → Georgiring → Augustusplatz (Ring) → GoldschmidtstraßeNürnberger StraßePrager Straße → Johannisplatz.

Nach Informationen aus dem Ordnungsamt rechnet die Verwaltung mit bis zu 1000 Teilnehmern. Die Porteste sind bis 20 Uhr genehmigt worden.

Internet: leipzig2015.blogsport.de

mpu