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Lokales Piratin will in Leipzig Oberbürgermeisterin werden
Leipzig Lokales Piratin will in Leipzig Oberbürgermeisterin werden
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16:06 09.09.2019
Ute Elisabeth Gabelmann will Oberbürgermeisterin von Leipzig werden. Quelle: André Kempner
Leipzig

Nächste Bewerbung um das Amt des Oberbürgermeisters: Die (Noch-)Stadträtin der Piratenpartei, Ute Elisabeth Gabelmann, will für das höchste politische Amt in Leipzig kandidieren. Zuvor hatte bereits Amtsinhaber Burkhard Jung (SPD) signalisiert, sich um eine neue siebenjährige Amtszeit zu bewerben. Auch Grünen-Fraktionschefin Katharina Krefft äußerte Bereitschaft für eine Kandidatur.

Die nächste Oberbürgermeisterwahl findet am 2. Februar statt.

„Wir brauchen eine politische Mitte zwischen den Extremen“

„Was wir brauchen, ist eine starke Stimme für unsere Stadt, für Leipzig“, begründete Gabelmann ihre Motivation. „Was wir brauchen“, so die 38-Jährige weiter, „ist wieder eine politische Mitte zwischen den Extremen.“ Sie bemängelt Oberflächlichkeit und Populismus auch in der Kommunalpolitik. „Es wird nicht mehr zugehört, es wird viel geschimpft.“ Menschen zögen sich zurück, weil ihnen niemand Gehör schenke oder weil sie massiv bedroht würden.

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Piratin gehört seit 2014 dem Stadtrat an

Gabelmann sitzt seit 2014 für die Piratenpartei im Stadtrat. Zunächst hatte sie sich der SPD-Fraktion angeschlossen, trat dann im Laufe der Legislatur aus und gründete mit den Liberalen die Freibeuter-Fraktion. Zu ihren politischen Schwerpunktthemen zählen Stadtentwicklung und Bürgerrechte. Den Wiedereinzug in das Stadtparlament hat Gabelmann bei den Kommunalwahlen im Mai jedoch nicht geschafft. Die Entscheidung, sich um das Amt des Oberbürgermeisters zu bewerben, habe sie sich lange überlegt. „Ich bin dann in den Sommerferien noch mal mit mir in Klausur gegangen, denn es ist eine Riesenaufgabe“, sagte Gabelmann gegenüber der LVZ.

„Ich bin aus dem Osten und nicht hergekommen, um Karriere zu machen“

Ein Arbeitsprogramm wolle sie in den nächsten Wochen schreiben. Was sie für das höchste Amt im Rathaus qualifiziert, beschreibt sie so: „Ich bin Leipzigerin. Ich bin aus dem Osten und nicht hergekommen, um Karriere zu machen oder mein Glück zu versuchen. Ich kann aus eigenen Erfahrungen schöpfen und nachvollziehen, welche Hindernisse den Menschen hier seit der Wende begegnet sind. Diese Augenhöhe ist wertvoll, um ins Gespräch zu kommen und vor allem den Dialog dann auch nicht abreißen zu lassen.“ Sie scheue nicht davor, Fakten auszusprechen, Missstände aufzudecken und klar zu sagen, „was geht und was nicht geht“. Die Menschen erwarteten zu recht Ehrlichkeit. Nur wer Bescheid wisse, könne politische Entscheidungen nachvollziehen und sei in der Lage, für sich Schlüsse zu ziehen.

Gabelmann hofft nun, dass sie das Votum ihrer Partei für eine Nominierung bekommen wird. Die Wahlvorschläge müssen bis spätestens 28. November eingereicht werden.

Von Klaus Staeubert

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